So profitieren Rüstungskonzerne von der Migration

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...
Unbenanntes Design(456)

Wieder einmal sind es die deutschen Rüstungskonzerne, die profitieren. Es ist zwar kein Krieg im eigentlichen Sinn, um den es geht, doch die Migration, die auf den Meeren stattfindet, bedeutet Konflikt. Da die Migration übers Meer seit 2015 sprunghaft zugenommen hat, boomt auch der Markt für die Überwachung von Seegrenzen, weiß das Online Magazin Heise zu berichten. Die Überwachung der Seegrenzen findet auch im Ärmelkanal, zwischen Frankreich und Großbritannien statt. Dabei kommt immer häufiger deutsche Technik wie Schiffsverfolgungssysteme zum Einsatz. Das jetzt eingesetzte Schiffsverfolgungssystem stammt von der Firma „Signalis“, die ein Zusammenschluss der Rüstungskonzerne Airbus und ATLAS Elektronik und auf die Überwachung von Seegrenzen spezialisiert ist.

Die französische Polizei stellt fest, dass immer häufiger Migrantenboote versuchen, den Ärmelkanal nach Großbritannien zu überwinden. 2018 kam es demnach zu 71 Überquerungen, 31 Versuche sollen gescheitert sein. Die Bootsüberfahrten sollen sich seit November vervierfacht haben. Grund für die zunehmenden illegalen Bootsüberfahrten dürfte der bevorstehende Brexit sein, weil es danach mutmaßlich zu einer wesentlich strengeren Grenzüberwachung im Ärmelkanal kommen wird.

In Calais gibt es zahlreiche illegale Migrantencamps, und viele der Menschen, die darin hausen, wollen nach Großbritannien gelangen. Da die Polizei die Camps bereits mehrere Male geräumt hat, ist der Druck auf die Migranten gestiegen. Die Behörden haben auch deshalb die Grenzüberwachung zum Ärmelkanal verstärkt.

Die Polizeikontrollen sollen auch auf dem Festland verstärkt werden. Großbritannien hat daher dem französischen Innenminister Castaner vorgeschlagen, Drohnen zur besseren Überwachung einzusetzen. Zudem sollen mehr Polizei, Gendarmerie, Zollbeamte, Seepolizei und Marine in den französischen Hafenstädten und am Ärmelkanal zum Einsatz kommen. Auch Strände sollen künftig besser überwacht werden. Die Zahl der Marineschiffe und Patrouillenboote soll ebenfalls erhöht werden. Großbritannien hat Frankeich bereits zugesagt, bei der Finanzierung der Grenzüberwachung mit Militärtechnik wie Drohnen, Radaranlagen, Marineschiffen und Videoüberwachung mitzuwirken.

Der Markt für Anlagen und Geräte zur Grenzüberwachung wird also weiter boomen. Rüstungskonzerne profitieren kräftig davon. Airbus hat seine Überwachungstechnik bereits vor drei Jahren als besonders effizient gegen die „Welle illegaler Einwanderer“ beworben.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Kommentar hinterlassen zu "So profitieren Rüstungskonzerne von der Migration"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*