+++ Sondergipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit zur Jerusalem-Krise +++

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Erdogan OIC Gipfel

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat heute zu einem außerordentlichen Sondergipfel in Istanbul eingeladen. Die Teilnehmer wollen über die Auswirkungen der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Trump beraten. Der OIC drückte bereits sein Bedauern über Trumps Ankündigung aus, da seine Anordnung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, eine Provokation der Muslime darstelle.

Der türkische Staatspräsident Erdogan hatte zu dem Treffen eingeladen. Er gehört bislang zu den schärfsten Kritikern von Trumps Entscheidung. Bei dem Sondergipfel sollen die Staatsoberhäupter des Iran, Indonesiens, Katar, Somalias, Jordanien, Afghanistan und der Vereinigten Arabischen Emirate anwesend sein. Auch der Palästinenserpräsident Abbas wird erwartet.

Nicht anwesend sein werden dagegen die Regierungschefs von Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain, Marokko, Algerien und dem Irak. Der OIC versteht sich als kollektive Stimme der muslimischen Welt und ist ein Zusammenschluss von 57 Staaten. Erdogan hat aktuell den Vorsitz inne. Vergangene Woche sagte er: „Bei diesem Gipfel werde sich die gesamte islamische Welt in Bewegung setzen“. Am Sonntag bezeichnete er Israel noch als „Terrorstaat“. Er werde Jerusalem nicht der Willkür eines Staates von „Kindermördern“ überlassen.

Die muslimischen Länder wollen daran erinnern, dass Palästina seit 1948 von Israelis vereinnahmt und besetzt wird. Sie sagten, „für Muslime sei es eine Ehrensache, sich mit erhobenem Haupt einer Armee von Banditen entgegenzustellen“. Erdogan sieht sich als persönlicher Fürsprecher der Palästinenser. Die Türkei unterhält enge Verbindungen zur Hamas (Islamisch-palästinensische Widerstandsorganisation).

Es fällt auf, das wichtige Staaten bei dem Gipfel nicht dabei sind. Denn die Bereitschaft der arabischen Staaten, einen Konflikt mit den USA und Israel einzugehen, ist höchst unterschiedlich. Während die Türkei auf Konfrontationskurs geht, ist Saudi-Arabien in seiner Solidarität zwischen Palästina und den USA hin- und hergerissen.

Es ist denkbar, dass die Staaten der Arabischen Liga ihr Angebot wiederauffrischen und aufrechterhalten werden: Ihre Friedensinitiative in Israel sieht vor, die Beziehungen zu Israel unter den Bedingungen zu normalisieren, wenn die Israelis sich von arabischem und palästinensischem Boden zurückziehen würden. Israel müsste sich aus den seit 1967 besetzten Gebieten zurückziehen.

Watergate Redaktion 13.12.2017

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