Spahn verspricht 13.000 Pflegekräfte – vollkommen aussichtslos?

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Jens Spahn, der neue Gesundheitsminister, hat ein wichtiges politisches Ziel auf seiner Agenda. Der Gesundheitsminister übererfüllt die Vorlagen der Koalitionsvereinbarung. Dort hatten Union und SPD vorgesehen, es sollten 8.000 Pflegekräfte für die Altenpflege eingestellt werden. Spahn möchte auf 13.000 ausdehnen. Das Versprechen dürfte allerdings kaum zu erfüllen sein, wie die Situation in Süddeutschland nach einem Bericht der „SZ“ nahelegt. Dort zahlt die Klinik in München inzwischen Kopfprämien für das Anwerben von Pflegekräften.

8.000 Euro, wenn jemand kommt…

Dabei hatte die Klinik ohnehin schon Kopfprämien gezahlt. Immerhin 1.000 Euro pro neuem Mitarbeiter. Dieser Betrag wurde zum Jahresanfang noch deutlich erhöht. 4.000 Euro erhalten die neuen Mitarbeiter dafür, dass sie einfach nur da sind. 4.000 Euro beziehen die Mitarbeiter, die einen neuen Kollegen empfehlen. Das ergibt in der Summe einen stolzen Betrag in Höhe von 8.000 Euro.

Die Erfolgsmeldungen sprechen immerhin für sich: Offenbar sind in den ersten gut fünf Monaten bereits 23 Fachkräfte gewonnen worden, hat die Klinik mitteilen lassen. Auch bei den Auszubildenden funktioniert das Modell. So dürfen Schüler aus der betriebseigenen „Pflegeakademie“ mit 3.000 Euro rechnen, sofern sie innerhalb eines Jahres nach dem Ende der Ausbildung die Tätigkeit im Unternehmen beginnen.

Die Erfolgsmeldungen kaschieren indes die dramatische Lage. Demnach müssen die Kliniken inzwischen sogar Leiharbeitnehmer anstellen, um die Pflege noch aufrechtzuerhalten. Insofern ist die Suche nach neuen Pflegekräften im Ausland nachvollziehbar. Kürzlich wurde sogar vermeldet, dass die Anforderungen an die Ausbildung von Altenpflegekräften nicht mehr an einen Schulabschluss gekoppelt sein muss – in Hessen jedenfalls könnte die Ausbildung sogar ohne Hauptschulabschluss stattfinden. Dies gilt bislang als „Modellversuch“ – könnte jedoch bald Schule machen….

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1 Kommentar zu "Spahn verspricht 13.000 Pflegekräfte – vollkommen aussichtslos?"

  1. Wanda Sakrotzki | 1. Juli 2018 um 0:07 | Antworten

    Herr Spahn will sich in der Bevölkerung „beliebt machen“ mit vollmundigen Ankündigungen oder Versprechungen – wird er doch als Merkels möglicher Nachfolger gehandelt – wie auch von der Leyen (übrigens beide Teilnehmer am diesjährigen Bilderberger-Treffen).
    Man kann nichts mehr glauben …auch nicht an den angeblichen „Gegensatz“ „Merkel / Seehofer“ – alles bloße Taktik

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