SPD verliert Mitglieder – und schmeißt sie jetzt auch noch selbst raus…

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Wahlbeben SPD GroKo

Der SPD-interne Kritiker Sarrazin darf von der Partei ausgeschlossen werden. Die Partei hat die Auseinandersetzung gegen den früheren Berliner Innensenator jetzt auf juristischem Wege gewonnen. Der möchte nicht austreten und besteht noch heute darauf, „einst“ sei die Partei breit aufgestellt gewesen. Heute, so zeigt sein Fall, sind auch die politschen Grenzen wieder enger geworden. Allerdings schmeißt die SPD nicht nur Mitglieder raus, sondern verliert auch zahlreiche ihrer Mitglieder. In Essen schied der stellvertretende SPD-Vorsitzende auf eigenen Wunsch aus. Und Wochen vorher berichteten wir über einen Unternehmer, der seiner Partei den Rücken kehrt. Er dürfte mit diesen Gründen nicht der letzte bleiben….

Nach einem Gastbeitrag im „Handelsblatt“ wollte der Unternehmer Harald Christ zum Jahreswechsel seine bisherige Mitgliedschaft in der SPD niederlegen. Die Partei sei „im politischen Niedergang“ und das gesamte demokratische System in diesem Land würde zerstört….

Land wird zerstört

„Der Unternehmer beschreibt diese Gesellschaft als Gemeinschaft eines „erfolgreichen, weithin um seinen Wohlstand beneideten Landes“, die sich daran mache, „mit zerstörerischer Energie (…) das politische System, welches den Wohlstand ermöglicht hat, zu unterminieren und zu zersetzen.“

Die SPD würde sich seiner Auffassung nach der „machtpolitischen Bedeutungslosigkeit“ annähernd. Das neue Führungsduo Saskia Esken sowie Norbert Walter-Borjans sieht er als weithin unbekannte Politiker, die nun die Nachfolge der großen Riege etwa von Willy Brandt bis hin zu Gerhard Schröder antreten sollten. Dies wiederum würde „ein grelles Schlaglicht auf die verzweifelte Lage des Patienten SPD“ werfen. Die Ärzte würden „es nicht mehr richten können“, sodass nunmehr „Laien an den OP-Tisch“ kämen.

Schuld daran trage wiederum die Sozialdemokratie selbst, da die Basis damit konfrontiert sei, dass die alte Machtelite sich mit Olaf Scholz wieder einen der Ihren für die neue Führung gewünscht habe. Die Riege der aktuell Mächtigen würden an der Basis „jenes Establishment“ darstellen, das seit 2002 den Niedergang der Partei verantworten würde.

Auch die CDU bekommt eine Lehrstunde. Die Partei würde angetrieben von „autoaggressivem Verhalten“. Sie schädige sich letztlich selbst. Wir, also die Gesellschaft mit diesen Parteien an der Spitze, seien dabei, ein „System abzuschaffen, ohne die geringste Ahnung (…), was an seine Stelle treten soll oder könnte.“

Auch Wochen nach Aufnahme der Tätigkeit der neuen SPD-Spitze hat sich der Unmut zahlreicher Menschen in der Partei sowie von außen über die Partei noch nicht gelegt. Die SPD bleibt auch in Umfragen derzeit weit hinter einer deutlichen Erholung zurück. Lesen Sie hier mehr dazu.

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