Steigende Mieten tragen zu Armut bei

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Eine Studie der Humboldt-Universität in Berlin kommt zu dem Ergebnis, dass steigende Miet- und Wohnkosten die Schere zwischen Armen und Rechen auseinandergehen lässt. Der „Tagesspiegel“ kommentierte. Demnach müssen Menschen mit einem niedrigeren Einkommen im Verhältnis mehr fürs Wohnen bezahlen. Bei 20 Prozent der Verdiener, mit dem geringsten Einkommen, sind die prozentualen Wohnkosten von 27 auf 39 Prozent gestiegen.

Der unverhältnismäßige Anstieg der Wohnkosten verschärft die Ungleichheit zwischen Gering- und Spitzenverdienern. Dieser führt zu wachsender Lohnungleichheit. Konkret sinken die Reallöhne. Bei Menschen mit mittleren Einkommen dagegen bleiben die Reallöhne relativ stabil. Verdiener mit hohem Einkommen hingegen können einen Anstieg ihrer Reallöhne um durchschnittlich 7 Prozent verzeichnen.

Die Miete kostet über eine Million Haushalte in Großstädten so viel, dass ihr Einkommen nach Abzug der Miete unter dem Regelsatz von Hartz-IV liegt. Das heißt, Miete in Deutschland macht arm. Die Politik hat das Problem des knappen und teuren Wohnraums nicht oder viel zu spät erkannt. Armutsgefährdete und einkommensschwache Haushalte werden durch die Miete stark belastet. Sie leben in kleineren Wohnungen oder in unsicheren Verhältnissen wie zur Untermiete. Insgesamt fehlen sowohl für kleine als auch größere Haushalte bezahlbare Wohnungen.

Besonders Alleinerziehende und Rentner sind neben den Geringverdienern von Armut durch Miete betroffen. Das lange Wegschauen der Bundesregierung bei der Wohnungsnot und den explodierenden Mieten hat dazu geführt, dass man jetzt vor einer so massiven und komplexen Aufgabe steht, die kaum zu bewältigen ist.

Diese Erkenntnis teilt auch der Immobilienverband Deutschland, der neue Zahlen zur Entwicklung der Mieten vorstellte. Demnach sind Mieten bei Neuvermietung um rund 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nicht nur Großstädte sind davon betroffen. Auch in Klein- und mittleren Städten müssen die Mieter mehr bezahlen. Auch die Zahl der Wohnungslosen hat sich in Berlin seit 2015 mehr als verdoppelt.

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2 Kommentare zu "Steigende Mieten tragen zu Armut bei"

  1. Da brauchte man keine Studie für. Das haben einige schon am eigenen Leib gespürt.

  2. „Die Politik hat das Problem des knappen und teuren Wohnraums nicht oder viel zu spät erkannt.“

    Das ist wohl freundlich Ausgedrückt.

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    In der Politik geschieht nichts zufällig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, das es auf diese Weise geplant war.

    Frank Delano Roosevelt,
    US Präsident und Freimaurer
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