Stürzt Seehofer Merkel oder gibt es „Drehhofer, die Dritte?“

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Machtmensch bleibt Machtmensch. Wer einmal an der Spitze war, möchte da nur ungern wieder weg. Auch wenn Seehofer parteipolitisch alles erreicht hat, hat er dennoch viel zu verlieren: Die Landtagswahlen in Bayern im Herbst 2018. Es geht um die Partei – die CSU. Wenn die in Bayern die Wahlen verliert, steht die Union auf dem Spiel. Fällt diese auseinander, ist’s auch mit der Regierungsbeteiligung vorbei.

Zudem könnte Seehofer noch das Amt des Bundeskanzlers anstreben wollen. Seehofer könnte Merkels Sturz aus mehreren Gründen wollen: Er kann nicht mehr mit dieser Frau zusammenarbeiten. Die Union steht kurz vor dem Zerfall. Die Mehrheit der Deutschen will Merkel nicht mehr als Kanzlerin. Merkel bringt Deutschland weiter in Gefahr. Seehofer will es bis an die Spitze Deutschlands schaffen. Er hätte die Mehrheit der Deutschen hinter sich. Seehofer könnte zudem von anderen Machtgruppen hinter den Kulissen Unterstützung erhalten.

Seehofer hat sich in der CSU ganz nach oben gekämpft. Er hat es vom bayerischen Ministerpräsidenten zum Bundesinnenminister in der Bundesregierung geschafft. Geduldig hat Seehofer damals gewartet, dass der damalige CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber den Weg freigemacht hat. 2005 war Seehofer bereits Agrarminister in Merkels erstem Kabinett.

2007 hatte ihn ein privater Skandal fast um seine politische Karriere gebracht. Doch Seehofer hat bewiesen, dass er sich durchbeißen kann, wenn sein politisches Überleben davon abhängt. Er zeigte damals Durchhaltevermögen, was sich bezahlt machte. Das schlechte Abschneiden der CSU im darauffolgenden Jahr bot ihm seine zweite Chance: Seehofer wurde CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident Bayerns.

Bleibt Seehofer jetzt beharrlich, könnte sich das erneut bezahlt machen. Denn Merkel ist angeschlagen und die Mehrheit der Deutschen unterstützt Seehofers Asylpolitik. Es gilt zudem, die CSU vor einem Wahldebakel zu retten. Es geht für ihn also um viel. Selbst die Rivalen aus der eigenen Partei konnte Seehofer in Schach halten: Dobrindt und Söder.

Die Ergebnisse der bayerischen Landtagswahlen 2013 waren enttäuschend und nach den Bundestagswahlen 2017 geriet Seehofer innerhalb der Partei unter Druck. Doch Seehofer konnte wieder seine Haut retten, in dem er Söder zum Ministerpräsidenten machte aber den Parteivorsitz behielt.

Beim Thema Migration war Seehofer seit der Migrationskrise 2015 anderer Meinung als Merkel. Seitdem kritisierte er Merkels politische Entscheidungen, doch ihm fehlte der Rückhalt aus CSU und CDU, um gegen Merkel vorzugehen. So wehrte sich Seehofer jüngst erneut gegen Vorwürfe der Medien: Nicht seine Partei, sondern die CDU habe mit der Flüchtlingsentscheidung 2015 die Spaltung Europas herbeigeführt.

Was in Seehofers Masterplan Migration steht, ist bislang nicht öffentlich. Nur soviel ist bekannt: Seehofer will alle Menschen an der Grenze zurückweisen lassen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, die keine Papiere haben oder die bereits als Asylbewerber abgelehnt wurden. Fraglich ist, wie weit Seehofer gehen will und ob Merkel nach dem EU-Gipfel ein neues As im Ärmel hat. Es bleibt spannend. Watergate.tv bleibt dran.

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