+++ Syrien: USA und Frankreich wollen „gemeinsame starke Reaktion koordinieren“ +++

Syrien

Nach dem neuerlichen angeblichen Giftgasangriff auf die Stadt Duma in Ost-Ghouta drohte US-Präsident Trump erstmals Putin direkt. Trump schrieb auf Twitter, dass tote Frauen und Kinder nicht akzeptiert werden könnten. Putin und der Iran seien für das „Giftgasmassaker“ verantwortlich, da sie Assad unterstützten. Assad werde dafür einen „großen Preis“ bezahlen.

Das US-Außenministerium hatte vor Trumps Tweet angekündigt, die Berichte über einen möglichen Giftgasangriff erst zu prüfen. Sollten sich die Berichte bestätigen, forderten die USA eine sofortige Antwort der internationalen Gemeinschaft. Die USA seien nach wie vor darum bemüht, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die Chemiewaffen einsetzen. In Syrien oder anderswo.

Am frühen Morgen ist ein syrischer Militärflughafen nach Berichten syrischer Medien bombardiert worden. Mehrere Raketen sollen in dem Flughafen eingeschlagen sein. Die syrische Nachrichtenagentur gehe davon aus, dass die USA den Angriff gestartet habe. Das Pentagon hat diese Vermutung bislang dementiert.

Die Gerüchte um einen US-Angriff auf Syrien wurden von einer gemeinsamen Erklärung von Trump und Frankreichs Präsident Macron geschürt. Trump und Macron hatten am Sonntag telefoniert und erklärt, dass der syrische Machthaber Assad zur Verantwortung für den Giftgasangriff gezogen werden müsse: „Wir werden Informationen zu dieser Attacke austauschen und eine starke gemeinsame Reaktion koordinieren“. Syrien dementiert nach wie vor, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Noch ist unklar, wer den syrischen Militärflughafen angegriffen hat. Libanesische Medien berichteten, dass Bewohner nahe der syrischen Grenze am frühen Morgen Kampfjets gesehen haben, die von Israel nach Syrien geflogen sein sollen. Diese Meldung wurde bislang jedoch nicht bestätigt. Fest steht, dass der Kampf um die Ressourcen in Syrien nicht beendet ist. Zwar konnte Russlands Präsident Putin gemeinsam mit der syrischen Armee den IS weitgehend besiegen.

Nachdem die USA und Macron immer wieder ankündigten, Syrien für weitere Giftgasangriffe zur Verantwortung zu ziehen, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser eintrat. Denn in Syrien geht es nicht um den Kampf gegen die Terrorgruppe IS, sondern um den Sturz von Assad, um wie im Irak und in Afghanistan eine Marionetten-Regierung einzusetzen. Syrien soll unter den Westmächten aufgeteilt werden, damit die Energieversorgung gesichert ist.

Watergate Redaktion 9.4.2018

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