Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz – Was wusste der Verfassungsschutz?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...
Unbenanntes Design(86)

Der deutsche Verfassungsschutz hatte bereits mehrere Jahre lang einen Spitzel in die Berliner Islamisten-Szene eingeschleust, in der sich auch der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri bewegte, berichtet die „Welt“. Der V-Mann wurde bereits vor dem Anschlag auf Amri angesetzt und bewegte sich in dessen Umfeld.

Bislang hatte die Bundesregierung dies jedoch bestritten. Es hieß, der Fall Amri sei lediglich von der Polizei untersucht worden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe keine eigenen Ermittlungen gegen Amri eingeleitet und somit keinerlei Erkenntnisse über einen etwaigen Terroranschlag gehabt, berichtet die „Welt“.

Der Bundesverfassungsschutz hat jedoch Amri nicht nur beobachtet, sondern ist bereits vor dem Anschlag aktiv geworden. Man befragte den V-Mann zu Informationen über Amri und präsentierte Fotos sowie Telefonnummern, die aus Amris beschlagnahmten Handy stammten. Damals behauptete der Spitzel des Bundesverfassungsschutzes, die Personen auf den Fotos nicht zu kennen.

Nach dem Attentat jedoch äußerte sich der V-Mann zu Amri. Er habe diesen des Öfteren in der Berliner Fussilet-Moschee, die Treffpunkt der Salafisten-Szene war, gesehen. Der Kontakt-Mann soll zu mindestens zwei Personen im Umfeld von Amri Kontakt gehabt haben.

Der V-Mann war bereits seit 2014 auf die besonders stark radikalisierte islamistische Szene in Berlin angesetzt. Amri war zu dem Zeitpunkt bereits dem Bundesnachrichtendienst (BND) als potentieller Gefährder bekannt und hatte den Verfassungsschutz darauf aufmerksam gemacht.

Hat der Verfassungsschutz tatsächlich nichts über den geplanten Terroranschlag gewusst? Und falls doch, warum wurde Amri nicht verhaftet?

Amri war als Gefährder bereits Teil eines Ermittlungsverfahrens des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof. Nordrhein-Westfalen versuchte, Amri aus Deutschland fortzuschaffen. In einer Vorlage des Landeskriminalamtes hieß es bereits damals, es sei jederzeit ein Anschlag von Amri zu erwarten. Eine Taskforce der Polizei, die mit der Untersuchung des Falles Amri beschäftigt ist, hatte deswegen bereits scharfe Kritik an der Arbeit der Ermittler geübt. Im Umgang mit Amri habe es hunderte Mängel und eklatante Versäumnisse gegeben.

Obwohl bei drei Bundesbehörden als potentieller Gefährder bekannt, konnte Amri den Terroranschlag verüben. Ob so viele „Versäumnisse“ Zufall gewesen sein können? Oder war nicht vielmehr System hinter einer groß angelegten Vertuschungsaktion?

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

2 Kommentare zu "Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz – Was wusste der Verfassungsschutz?"

  1. Stefan Schubert: Die CIA, Anis Amri und die Bundesregierung
    Buchtitel: Die Destabilisierung Deutschlands

    Die Bundesregierung verhinderte im Interesse der CIA aktiv die Festnahme des IS-Terroristen Anis Amri! Der Hintergrund: Die CIA nutzte Amri als Lockvogel, um Daten aus seinem IS-Umfeld abzuschöpfen.

    Den amerikanischen Geheimdienstlern ging es in erster Linie um die sogenannten Metadaten, vor allem um Standorte und Handydaten. Stefan Schubert stellt in seiner detaillierten Recherche fest, dass die CIA im Hintergrund die Fäden zog und Druck auf die italienischen und deutschen Behörden ausübte, Amri weder festzunehmen noch abzuschieben.

  2. Charly Whiskey | 30. August 2018 um 20:45 | Antworten

    Die Destabilisierung ist geplant. Nichts passiert zufällig! Überhaupt nichts. Sowohl Anschläge wo zufällig Ausweise gefunden werden und die Täter nicht mehr aussagen können, und dazu die Zeugen auch noch seltsamerweise ums Leben kommen, weisen auf Planung des tiefen Staates hin. Die Unmöglichkeiten häufen sich, kognitive Dissonanz macht sich breit. Was wir sehen passt nicht mit den Meldungen überein. Wir sollen wütend werden, sonst werden eben Provokateure eingeschleust, das kennen wir schon. Wir müssen besonnen reagieren und die Zusammenarbeit mit dem System einstellen. Von wem werden die bezahlt?

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*