+++ Trinkwasser in Vittel wird knapp: Wegen Nestlé +++

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VittelNestle

Jedes Jahr sinkt der Grundwasserspiegel in der französischen Gemeinde immer stärker ab. Der Grund ist, dass Nestlé seit Jahren riesige Mengen Wasser für die Wassermarke „Vittel“ abpumpt. Inbesondere bei uns zählt die Marke zu den populärsten Wassern des Schweizer Großunternehmens. Nestlé gehören einige Wasserreservoirs sowie Grund in der Nähe der Kleinstadt Vittel. Die Aktivitäten in der Stadt sind enorm. Immerhin geht es um einen Tagesausstoß in Höhe von einigen Millionen Flaschen.

Die Konsequenzen für den kleinen Ort sind fatal: Jährlich fällt der Grundwasserspiegel um ungefähr 30 cm. Das erhöht die Wasserknappheit des Städtchens. In den Sommermonaten steht ohnehin zumindest an heißen Tagen kaum noch Wasser zur Verfügung. Die Gemeinde lässt dann Tankwagen voller Wasser aus anderen Orten heranfahren. Der Schweizer Großkonzern ist darüber informiert und forscht bereits nach Möglichkeiten, den Grundwasserspiegel zumindest auf dem aktuellen Pegel zu belassen.  ist dann gezw ungen, Wasser mit Tankwagen von woanders zu holen. Das, was das Unternehmen bislang ausgebrütet hat, gilt jedoch als weltfremd.

Nestlé selbst möchte für die Bürger der Stadt eine externe Wasserversorgung aus der Gegend bereitstellen. Dafür soll eine Wasserpipeline gebaut werden. Eigentlich wäre genug Wasser in Vittel für die Bewohner vorhanden. Die Quellen gehören jedoch leider dem Lebensmittelkonzern. Dagegen können die Bewohner nicht viel ausrichten. Die Pipeline soll 20 Millionen Euro kosten und über Steuergelder finanziert werden. Konkret heißt das: Die Bewohner sollen die Pipeline selbst bezahlen, damit sie wieder ausreichend Wasser zur Verfügung haben.

Nestlé jedoch könnte somit ungehindert weiter Millionen Liter Flaschen Wasser verkaufen und exportieren. Der KOnzern hatte sich zu diesem Vorfall mit der Rechtfertigung geäußert, dass man die Wasserentnahme bereits um 20 Prozent reduziert habe. Der Konzern liege mit der Reduzierung schon unter den von den Behörden genehmigten Mengen. Außerdem überwache Nestlé regelmäßig die Pegel der genutzten Wasserquellen.

Nestlé ist aufgrund seiner Wassergeschäfte immer wieder in den Schlagzeilen und in der Kritik. Der Lebensmittelkonzern kauft weltweit Wasserechte und pumpt Unmengen an Wasser ab, auch in Dürregebieten. Das Allgemeingut Wasser, das eigentlich allen Menschen gehören sollte, wird so auf Kosten der Umwelt und der Einheimischen zur reinen Profitquelle für den Konzern Nestlé, der für die Wasserrechte oftmals nur einen Spottpreis bezahlt.

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