Trotz internationalem Druck: Siemens will weiter Geschäfte mit Saudi-Arabien machen

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Siemens-Chef Joe Kaeser kündigte an, trotz des steigenden Drucks auf Saudi-Arabien an einem Investorentreffen in Riad teilzunehmen. Zahlreiche hochrangige Konzernchefs hatten nach dem Verschwinden an dem regierungskritischen saudischen Journalisten Khashoggi ihre Teilnahme an der Konferenz abgesagt. Man werde dennoch die Ereignisse um das Verschwinden des Journalisten sehr genau beobachten, sagte ein Siemens-Sprecher der „Welt“.

Kaeser begründet seine Entscheidung damit, dass man mit „Menschen reden müsse, um etwas zu verändern“. Das Verschwinden des Journalisten sei ein „sehr ernstes Thema. Konzernchefs von Großbanken hingegen wie Credit Suisse, JPMorgan-Chef Dimon und Laurence Fink von BlackRock sagten als Redner für die Investorenkonferenz ab. Auch Virgin-Gründer Richard Branson wird nicht an dem Treffen in Riad teilnehmen. Siemens-Chef Kaeser sagte, dass er bei einer Teilnahme an der Investoren-Konferenz über kontroverse Themen nicht schweigen wolle: „Wenn wir aber aufhören, mit Ländern zu reden, in denen Menschen vermisst werden, müsste ich zu Hause bleiben, weil ich mit niemandem mehr reden könnte.“

Auch die Bundesregierung gerät durch die Khashoggi-Affäre zunehmend unter Druck. Nach der Ermordung des Journalisten wäre es angebracht, dass Deutschland seine Beziehungen zu Saudi-Arabien überdenkt und die Waffenexporte einstellt. Dieser Kritik ausgesetzt macht sich jetzt Wirtschaftsminister Peter Altmaier angeblich „Sorgen um die deutschen Waffen“. „Die Waffen, die Deutschland seit Jahren an Saudi-Arabien geliefert habe, seien verschwunden.“ Trotz anderslautender Versprechungen hatte die Bundesregierung weiterhin Waffen- und Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien genehmigt. „Man mache sich jetzt Sorgen um den Verbleib der unzähligen Raketen und Bomben, die deutsche Konzerne an Saudi-Arabien geliefert haben“, so Altmaier. Derlei lächerliche Aussagen aus der Bundesregierung zeigen, dass der Fall Khashoggi nichts an den Rüstungsdeals mit Saudi-Arabien ändern wird.

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