Trump gegen Twitter und Co. – was dahinter steckt

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Donald Trump ist aus seiner Sicht „Opfer“ der Zensur bei Twitter geworden. Der US-Präsident war gerügt worden, nachdem er anstehende Plünderungen durch die Demonstranten in Minneapolis mit dem Hinweis konterte „Beginnt das Plündern, dann beginnt das Schießen“. Dies war als mögliche Gewaltverherrlichung gebrandmarkt worden. Die Nachricht lässt sich nicht mit einem „Like“ belohnen, zudem müssen Nutzer einen Warnhinweis von Twitter aktiv entfernen, bevor der Tweet sichtbar wird. Insofern fühlt sich der Präsident zensiert. Deshalb möchte Trump jetzt gegen die Internet-Social-Media-Konzerne vorgehen. § 230 des US-Telekommunikationsgesetzes würde ausgesetzt. Dies wiederum bedeutet für die Unternehmen, dass sie in Haftung genommen werden können für Nachrichten, die Nutzer verbreiten.

Damit, so Facebook, sei die Zeit gekommen, dass die Netzwerke wiederum „alles zensieren würden, was irgendjemand beleidigen könnte.“ Ein Affront gegen das, was die US-Amerikaner unter Meinungsfreiheit verstehen und ein Schritt in die Richtung, die auch Deutschland mit dem NetzDG hatte einschlagen wollen. Die Unternehmen für alles haftbar zu machen (so, wie es bei uns im Zweifel schon ist), bedeutet, dass auch in den USA zensiert würde wie in Deutschland. Ob Trump das gewollt hat? Darum dürfte es nicht gehen.

Trump: Ein Schachspiel

Trump kann dies ohnehin nicht wollen, da Twitter zu seinem wichtigsten Kommunikationskanal geworden ist. Zum Einen handelt es sich um ein Machtspiel, denn: Trump hat 80 Millionen Follower. Damit ist er ein Magnet für Twitter selbst – ein Magnet, den Twitter nicht bezahlen muss. Dies ist das Geschäftsmodell der sozialen Medien: Der kostenfreie Content der Nutzer für andere Nutzer sorgt für die Produktion relevanter, gern gelesener und günstigster, verkaufbarer Inhalte. Trump dürfte dies wissen. Zum Anderen fordert er die sozialen Medien heraus: Es geht ganz offensichtlich darum, die Meinungsfreiheit in den USA – auch in den sozialen Medien – zu verteidigen oder sogar herzustellen. Denn auch in den USA wird teilweise noch erheblich zensiert, was auf „Plattformen“ geäußert wird – von bestimmten Seiten. Denn nun müss(t)en die sozialen Medien-Plattformen plötzlich auch über Nachrichten, Meinungen und Falschnachrichten entscheiden, die das bisherige Macht-Medienkartell so publiziert – und dafür haften. Der „Deep State“ also, wie Kritiker ihn sehen, wird oder würde eines wichtigen Kanals beraubt. Was nun? Hier verfolgen wir die ganze Geschichte, so wie sie in Deutschland ungern erzählt wird.

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1 Kommentar zu "Trump gegen Twitter und Co. – was dahinter steckt"

  1. Auf Heise ist ein Artikel erschienen.

    https://www.heise.de/news/Zuckerberg-Trump-Aeusserung-blieb-als-Warnung-vor-Gewalt-auf-Facebook-4770395.html

    Das ist interessant, wie sich Zuckerberg äußert. Die Kommentatoren darunter sollte man auch lesen.

    Die Frage ist, wie sich der Fall zugetragen hat? Hatte er ein Vorspiel?

    Die Verfügbarkeit von E-Mails, Twitter und anderen Kommunikationskanälen ist gefährlich. In erster Aufregung drückt man auf „senden“ und dann kommen die Bedenken.
    Ich bleibe lieber bei der Post. Da muß ich hinlatschen.

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