Trump rät bei Großbritannien-Besuch zu hartem Brexit

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US-Präsident Donald Trump ist am Montag zu seinem dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien angekommen. Noch kurz vor seinem Besuch sagte Trump in zwei Medien-Interview, er halte Boris Johnson für den richtigen Nachfolger von Premierministerin Theresa May, die am 7. Juni von ihrem Amt zurücktreten wird. Nachdem die Brexit-Partei bei den EU-Wahlen haushoch gewonnen hatte, zog May die Konsequenzen und kündigte ihren Rücktritt an. Boris Johnson gilt als Brexit-Befürworter.

Trump riet den Briten notfalls ohne Deal aus der EU auszusteigen: „Wenn sie nicht kriegen, was sie wollen, dann würde ich rausgehen. Wenn Du nicht den Deal kriegst, den Du möchtest, wenn Du keinen fairen Deal kriegst, dann gehst Du raus“, sagte Trump im Interview mit der „Sun“. Zur möglichen Wahl Johnsons zum neuen Parteivorsitzenden der Tories und damit möglicherweise zum nächsten britischen Premierminister sagte Trump: „Ich kenne die verschiedenen Akteure. Aber ich denke, Boris würde einen sehr guten Job machen. Ich glaube, er würde ausgezeichnet sein“. Neben Trump warb auch der Nationale US-Sicherheitsberater John Bolton für den Brexit und stellte die Vorteile für beiden Seiten heraus.

Trumps Reise nach Großbritannien kommt zu keinem zufälligen Zeitpunkt. Kurz vor der Wahl und Ernennung eines neuen Tories-Chefs wird Trump seinen Einfluss in Großbritannien geltend machen, damit seine Interessen vertreten werden. Denn in den letzten Wochen war der Kampf um Großbritannien aus dem Ruder gelaufen. Hinter den Kulissen spitzte sich der Machtkampf um den Brexit zu – Theresa May wurde vermutlich genötigt, entweder den Brexit zu verhindern oder dem EU-Deal zuzustimmen, der einen Brexit faktisch unmöglich gemacht hätte. Watergate.tv berichtete bereits ausführlich über die Machtinteressen im Hintergrund.

Nun ist Theresa May zurückgetreten – offenbar kam ihr da das schlechte Ergebnis der EU-Wahlen nur recht. Das Hauen und Stechen um den Brexit wird mit Theresa Mays Nachfolger weitergehen. Es wird sich zeigen, welchen Einfluss Trump bei dieser Frage auf den Nachfolger Mays haben wird. Trump hatte bereits mit Theresa May ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten geplant. Zudem sollte zwischen den beiden Ländern der Goldstandard eingeführt werden. Die City of London könnte nach dem Brexit zum Steuerparadies werden und wäre dann, neben New York, ein weiteres, dereguliertes Finanzzentrum. Das Interesse der Finanzeliten daran ist selbstredend hoch. Watergate.tv berichtete. Erfahren Sie hier mehr zum Hintergrund!

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