Trump trifft Putin im Nato-neutralen Helsinki: Erste Schritte zu einer helleren Zukunft

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Trump Putin Gipfel

Am Montag trafen sich US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin zu einem bilateralen Gipfel in Helsinki. Es ist das erste offizielle Treffen seit Beginn der Ukraine-Krise im Jahr 2014. Der gewählte Ort hat Symbolik, denn Finnland ist kein Nato-Mitglied, also neutral. Zudem steht die finnische Hauptstadt für Entspannung zwischen Ost und West: In den Siebzigerjahren startete hier der große KSZE-Prozess (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), also die Annäherung der damaligen Sowjetunion mit den Nato-Staaten; damals noch im „Kalten Krieg“. Werden Trump und Putin eine neue Ära der Entspannung einläuten?

Vor dem Gipfel beschuldigte Trump seinen Vorgänger Obama, für dieaktuell schwierige Situation zwischen Russland und den USA verantwortlich zu sein. „Die Beziehungen zu Russland seien niemals schlechter gewesen, dank vieler Jahre amerikanischer Torheit und Dummheit und heute wegen der manipulierten Hexenjagd“, twitterte Trump.

Das Treffen der beiden Präsidenten fand alleine und hinter verschlossenen Türen statt, um Leaks und Einmischungen zu vermeiden. Das Treffen begann zu Mittag mit einem Arbeitsessen. Folgende Themen standen auf der Liste: Der militärische Konflikt mit Syrien, die diplomatische Missstimmung zwischen den beiden Staaten, die Situation in der Ukraine und Abrüstung.

Bei der Pressekonferenz, die Trump und Putin nach ihrem Zwei-Augen-Gespräch gaben, waren ranghohe Vertreter beider Delegationen im Saal zugegen. Beide Länder stünden vor neuen Herausforderungen, leitete Putin ein, jedoch gebe es keinen neuen Kalten Krieg. Diese könnten nur in Zusammenarbeit gelöst werden. Beide wollten einen ersten Schritt hin zu einem stabilen und gerechten Frieden im Nahen Osten gehen, so Putin. Der Migrationsdruck auf die Länder der europäischen Union werde geringer werden, wenn Russland und die USA den Menschen in Syrien helfen würden, sagte Putin.

Zudem habe sich Russland nie in die inneren Angelegenheiten sowie Präsidentschaftswahlen anderer Staaten eingemischt, betonte Putin, weder durch Cyberangriffe noch auf andere Weise. Beide hätten ein gutes Gespräch geführt, jedoch hätte nicht für alle Probleme eine Lösung gefunden werden, resümierte Putin und bedankte sich bei den Gastgebern des Gipfels.

Trump betonte, dass der Dialog zwischen den USA und Russland nicht nur für die beiden Länder gut und wichtig sei, sondern für die ganze Welt. In den letzten vier Stunden des Gesprächs habe sich das Verhältnis zwischen den Ländern grundlegend gewandelt: „Wir haben die ersten Schritte hin zu einer helleren Zukunft gemacht“, freute sich Trump. Er sei sicher, sich künftig öfter mit Putin zu treffen. So lange, bis alle Probleme gelöst seien. Zwar habe er Putin im Hinblick auf Nordstream 2 einen Konkurrenten genannt. Doch das sei schließlich ein Kompliment. Mit Russland habe es im Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahlen keine Absprachen gegeben, wiederholte Trump.

Auf die Frage eines Journalisten, ob der russische Geheimdienst kompromittierendes Material über Trump hätte, entgegnete Putin zum Schluss: „Einen größeren Quatsch kann man sich nicht vorstellen“.

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1 Kommentar zu "Trump trifft Putin im Nato-neutralen Helsinki: Erste Schritte zu einer helleren Zukunft"

  1. „Bei der Pressekonferenz, die Trump und Putin nach ihrem Zwei-Augen-Gespräch gaben“
    Haben die beiden nur je „Einauge“ oder war das 4-Augen-Gespräch gemeint?

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