+++ UNICEF „warnt“ vor gigantischen „Fluchtbewegungen“ +++

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Das Kinderhilfswerk Unicef veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, der spektakuläre Fluchtbewegungen nahelegt. Demnach würde sich in den kommenden Jahren (bis 2050) die Zahl der Menschen in Afrika insgesamt verdoppeln – auf 2,5 Milliarden (vgl. https://www.welt.de/politik/ausland/article170058759/Unicef-warnt-vor-grosser-Fluchtbewegung-aus-Afrika.html). Doch die „Warnung“ betrifft bereits die Entwicklung in den kommenden 13 Jahren, hieß es. Denn aktuell sind ungefähr 500 Millionen afrikanische Menschen unter 25 Jahre alt. Diese Zahl wird sich in den kommenden 13 Jahren bis 2030 auf sage und schreibe gut 750 Millionen erhöhen.

Unicef erwartet eine mögliche wirtschaftliche Katastrophe, heißt es. Sofern die Armut um sich greife, könne dies zu einer Millionen-Fluchtbewegung führen. „Nicht zu handeln wird angesichts der Größenordnung von Afrikas demografischem Wandel höhere Kosten nach sich ziehen als je zuvor“, heißt es in dem entsprechenden Report. Deutlich kletternde Arbeitslosigkeit, wachsende Armut und die genannte Flucht seien die Folgen, mit denen zu rechnen sei.

Ein Grund dafür sei die hohe Geburtenrate. So würden Frauen im Niger durchschnittlich 7,2 Kinder auf die Welt bringen. Ursache dafür wiederum ist die fehlende Bindung von Frauen an Schulen, wie es heißt. Mehr Bildung könnte die Geburtenrate deutlich senken. Kinderehen hingegen erhöhen die Geburtenrate noch.

Das heißt: Die „Flüchtlingsprobleme“ werden nach diesem Bericht nicht nur dadurch bekämpft, dass es „Obergrenzen“ gibt – es existieren massivste wirtschaftliche und soziale Probleme, die in den kommenden Jahren noch deutlichere Folgen haben werden.

Watergate Redaktion 26. Oktober 2017

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