Union erwägt Rente mit 80 – Von der Arbeit ins Grab?

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Der Mainstream hat es vor wenigen Tagen verkündet. Das neue Rentenpakt der großen Koalition ist vorgestellt worden. Die Altersbezüge sollen 2019 um mehr als drei Prozent steigen. Das hört sich für Rentner zunächst sehr großzügig an. Es ist de facto aber eine Täuschung. Denn unterm Strich haben viele Rentner dann weniger netto vom brutto, weil sie in eine andere Steuerklasse rutschen und somit wesentlich höhere Steuern zahlen müssen. Die erste Ohrfeige für Rentner.

Damit nicht genug. Angesichts der weiter steigenden Lebenserwartung und der wachsenden Herausforderungen für die gesetzliche Rentenversicherung will die Union in der Bundesregierung „Anreize für ein längeres Arbeiten über 67 Jahre hinaus“ schaffen. Es ist eine dreiste Täuschung der Rentner: „Man will Steuererhöhungen zur Rentenfinanzierung vermeiden“, sagte Unionsfraktionsvize Hermann Gröhe. Dafür will man die alten Menschen länger arbeiten lassen, um Rentenzahlungen einzusparen. Im Grunde wird die Bevölkerung wieder einmal erpresst. Entweder ihr arbeitet länger, oder es gibt Steuererhöhungen.

Welche „Anreize“ Gröhe setzen möchte, um das Renteneintrittsalter über 67 Jahre zu erhöhen, präzisierte der Unionspolitiker bislang nicht. Vergangenen Donnerstag verabschiedeten Union und SPD im Bundestag ihr Rentenpaket. Es „enthält deutliche Verbesserungen für Mütter, Erwerbsgeminderte und Geringverdiener“, so die Bundesregierung. Zudem sehe das Paket vor, das Rentenniveau bis 2025 auf 48 Prozent zu stabilisieren.

Watergate.tv berichtete bereits über die Pläne der Bundesregierung. Das Niveau, das das Verhältnis der Rente zu den Löhnen beschreibt, soll bis 2025 nicht unter 48 Prozent sinken. Der Beitragssatz von 18,6 Prozent soll bis dahin nicht über 20 Prozent des Einkommens steigen. Bei der Mütterrente ist eine stärkere Anrechnung von Erziehungszeiten bei vor 1992 geborenen Kindern geplant. Die Renten werden pro Kind um rund 16 Euro brutto erhöht.

Ab dem 1. Februar 2019 gilt die neue Erwerbsminderungsrente. Die wird nach Informationen des „Handelsblatts“ etwa 1,8 Millionen der aktuellen Rentner benachteiligen. Der Rentenanspruch für diejenigen, die neu in die Rente gehen, wird indes um 100 Euro steigen. Die Deutsche Rentenversicherung sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) haben dies in einer Studie ermittelt.

Das heißt übersetzt gesagt, dass derjenige, der bis in den Dezember hinein eine Erwerbsminderungsrente beantragt, weniger erhält als derjenige, der bis zum Januar warten kann. Das sieht auf den ersten Blick vielleicht legitim aus, auf den zweiten Blick jedoch ist es überraschend. Denn die Regelung könnte auch anders aussehen: Wie wäre es, wenn die „Alt“-Rentner dann ab Beginn der neuen Regelung auch profitieren würden?

Grund für die Ungleichbehandlung ist die Kostenlawine, die befürchtet wird. Zudem droht hier eine weitere Falle, so die „Deutsche Rentenversicherung“: Auch rentennahe Erwerbsminderungsrentner werden demnach mit einer besseren Rente versorgt als „Altersrentner“.

Wer derzeit 2019 eine Erwerbsminderungsrente beantragt und 64 Jahre plus zwei Monate alt wäre, würde dies abschlagsfrei machen können. Wer hingegen die „vorzeitige Altersrente“ mit denselben Voraussetzungen beantragen würde, dem würden 18 Monate Rentenbeiträge fehlen. Zusätzlich fehlten 5,7 Prozent der Rente. Demnach würden Erwerbsminderungsrentner und Altersrentner unterschiedlich behandelt.

Dass jetzt Rentner vielleicht bald länger als 67 Jahre arbeiten müssen, haben wir Jens Spahn zu verdanken. Dieser brachte die Idee bereits vor einem Jahr auf den Tisch. Menschen, die mit 63 in Rente gehen wollen, haben oftmals schon knapp fünfzig Arbeitsjahre hinter sich und genauso lange in die Rentenkassen eingezahlt. Das Renteneintrittsalter sollte ab 63 freigestellt, also frei wählbar sein. Die Bundesregierung sollte zudem daran arbeiten, dass nicht immer mehr Großkonzerne ihre Mitarbeiter ab 50 aus den Unternehmen drängen und nur noch junge, billige Arbeitskräfte einstellen.

 

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3 Kommentare zu "Union erwägt Rente mit 80 – Von der Arbeit ins Grab?"

  1. Die Altparteien oder besser die SOROS-PARTEIEN CDU-SPD-GRÜNE sind mehr oder weniger gleichgeschaltet.

    Ob ihre Kandidaten Merkel, Karrenbauer, Merz, Spahn oder auch Nahles (SPD), Habeck (GRÜNE) und wie sie alle heissen, es wird immer die Politik von Rothschild und Soros dabei herauskommen.

    Die Wähler, die nun auf die Grünen gesetzt haben, werden von diesen genau so betrogen wie von den anderen Altparteien.

  2. Rente? Geld? Beiträge? Steuern? Abgaben? Sind die Menschen auf der Erde derart komplett geisteskrank und hantieren immer noch mit Geld? https://mumu1.bplaced.net/forum-mist.html

  3. Wir sind das Volk.Eine tolle Sache sollte man noch mal machen find ich.

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