Unsägliches Tierleid? „Rituelle, islamische Schlachtungen“ jetzt in Europas Schlachthöfen zulässig

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Laut EU-Verordnung von 2009 müssen Tiere vor dem Schlachten betäubt werden. Ausnahmen machte der Europäische Gerichtshof (EuGH) jedoch für bestimmte „religiöse Riten“: Die rituelle Schlachtung von Tieren ohne Betäubung ist nur in zugelassenen Schlachthöfen zulässig. Mit dieser Auflage verstoße die EU nicht gegen die Religionsfreiheit. Islamische Verbände hatten jedoch in Belgien geklagt.

Denn im belgischen Flandern durften zwischen den Jahren 1998 und 2014 auch rituelle Schlachtungen in temporären Schlachtstätten erfolgen, bestätigte der EuGH. Hintergrund war, dass Schlachthöfe mit speziellen Genehmigungen während des islamischen Opferfestes überlastet waren. Ab 2015 waren temporäre, für rituelle Schlachtungen nicht genehmigte Schlachthöfe dann aber gar nicht mehr erlaubt.

Mehrere islamische Vereinigungen und Moschee-Verbände hatten jedoch gegen das Verbot geklagt. Sie beriefen sich auf ihre Religionsfreiheit. Das Gericht argumentierte für das Verbot dementsprechend, dass die für rituelle Schlachtungen zugelassenen Schlachthöfe einen Ausgleich zwischen der Religionsfreiheit einerseits und dem Tierschutz sowie der Hygiene andererseits schafften. Die Religionsfreiheit werde durch das Verbot nicht beeinträchtigt. Rituelle Schlachtung werde dadurch lediglich organisiert, so der EuGH.

Juden und Muslime dürfen aufgrund ihrer Religion Blut nicht essen. Sogenannte „warmblütige Speisetiere“. So werden Schafe, Rinder bzw. Kamele in einer speziellen Weise geschlachtet. Das wird als Schächten bezeichnet bzw. sogenanntes „rituelles Schlachten“. Der Schlächter nutzt ein Messer und legte es dem betreffenden Tier an dessen Halsunterseite. Ein einziger Schnitt reicht, um die Halsschlagader und dann die Luft- und Speiseröhre zu durchtrennen. Auf diese Weise kann das Opfertier vollständig ausbluten, womit das Vorgehen auch den religiösen Normen genügt.

Tierschützer bezeichnen das Schächten indes als Qual für die Tiere. Im Orient wird dies nicht so gesehen, in Europa hingegen ist es zumindest umstritten und wird oft Gegenstand von hitzigen Debatten. Die mögliche Lösung der Kritiker: Ein Verbot oder aber wenigstens ein „Schätzungen“ unter Betäubung. Juden und Muslime wollen aber die Tiere nicht betäuben. Dies sei wiederum nicht mit den Regeln der Speisung vereinbar.

 

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