+++ Unser Planet erstickt im Plastik – Dabei gibt es Lösungen +++

Plastikproblem

Forscher der Universität von Georgia und California Santa Barbara haben errechnet, dass bis 2015 weltweit über 8 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert worden sind. Über 6 Milliarden Tonnen davon sind im Müll gelandet. Aber nur 10 % davon wurden recycelt, 12% in Müllverbrennungsanlagen verbrannt und fast 80% landete auf Mülldeponien oder wurde einfach in der Natur weggeworfen. Die Folgen von der jahrelangen Umweltverschmutzung sind inzwischen nicht mehr übersehbar.

Bislang sammelten sich Plastikabfälle hauptsächlich in den Weltmeeren, wo sie sich in riesigen Strudeln sammeln. Manche dieser Plastikstrudel haben inzwischen die Größe von ganzen Ländern erreicht. Im Pazifik beispielsweise befindet sich ein Strudel aus Plastikmüll, der die Größe Frankreichs erreicht hat (https://www.youtube.com/watch?v=DeVF52N-6sI)!

Für die meisten Menschen waren diese Strudel bislang nicht existent, weil nicht sichtbar. Denn wer fährt schon regelmäßig über die Weltmeere und fährt dabei an den Plastikkontinenten vorbei. Dennoch sind sie da. Aber der Plastikmüll ist nicht nur in den Strudeln, weit draußen im Meer vorhanden. Er kommt jetzt auch an den Stränden an. So filmte die Fotografin Caroline Power an den Stränden der Karibik riesige Plastikmüllmengen, die sich dort angesammelt haben (https://www.youtube.com/watch?v=1d6r5jHGi3U).

Die Folgen für die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier sind verheerend. Viele Meerestiere nehmen den Plastikmüll auf und verenden qualvoll. Andere verfangen sich in Plastikteilen und verhungern. Mit der Zeit zerfällt Plastik in Mikropartikel, die dann wiederum von Meeresbewohnern aufgenommen werden. Sie sterben auch eines langsamen qualvollen Todes durch Plastikvergiftung.

Der Mensch, der am Ende der Nahrungskette steht, nimmt diese Mikropartikel ebenfalls unbemerkt auf. Plastikmikropartikel finden sich inzwischen nahezu überall. Beispielsweise in Mineralwässern, in Honig und natürlich in Fisch und Meeresfrüchten. Welche gesundheitlichen Auswirkungen Plastikpartikel auf den Körper haben, ist noch nicht ausreichend erforscht. Gesundheitsfördernd werden sie jedenfalls nicht sein. Man weiß zumindest, dass in Plastik giftige und krebserregende Weichmacher und andere toxische Stoffe enthalten sind.

Doch es gibt Lösungen. Ein junger Mann arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von großen Filteranlagen, die die Ozeane vom Plastikmüll befreien. Watergate.tv schrieb einen ausführlichen Bericht darüber (http://www.watergate.tv/2017/06/18/unfassbar-eu-regelt-plastikverbrauch-zu-tode-und-ein-junger-mann-zeigt-die-rettung-der-ozeane/).

Die Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen, die aus nachwachsenden, also natürlichen Rohstoffen hergestellt werden, ist eine Lösung, die das Problem an der Wurzel packen würde. Es gibt bereits Kunststoffe auf dem Markt, die auf Basis von natürlicher Stärke hergestellt werden. Weitere biologisch abbaubare Kunststoffe können bereits aus Pflanzenfasern hergestellt werden.

Und last not least, kann und muss jeder Einzelne umdenken und anders handeln. Jeder kann Plastikmüll vermeiden und dafür sorgen, dass Plastikabfälle nicht in der Natur landen.

Denn wir können nicht darauf warten, dass die Politik das Problem in die Hand nimmt und löst. Wie beim Glyphosat kann die Veränderung nur von der Basis kommen. So wie immer mehr Betriebe und Supermarktketten Glyphosat verbieten, muss auch die Reduzierung von Plastikmüll und die Verwendung biologisch abbaubarer Kunststoffe an der Basis und ganz eigenverantwortlich stattfinden.

 

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