Ursula von der Leyen greift in die Kasse: Sanierung der Gorch Fock geht weiter

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In den vergangenen Wochen war die Sanierung der „Gorch Fock“ in die Schlagzeilen geraten. Das Segelschulschiff ist wahrscheinlich nur für einen Preis von 135 Millionen Euro zu sanieren. Aktuell hat die Regierung nach Angaben des „Focus“ schon gut 69 Millionen Euro tatsächlich bezahlt. Vorgesehen hatte das Ministerium von der Leyens ursprünglich eine Sanierung für 10 Millionen Euro. Der Etat stieg zwischenzeitlich dann auf 75 Millionen Euro.

Skandale, Skandale, Skandale

Schließlich zeigte sich im Lauf der Zeit und bei genaueren Untersuchungen, dass es beim beauftragten Unternehmen zu Unregelmäßigkeiten kam. Das Verteidigungsministerium sowie eine neue Führung der „Elsflether Werft“ wiesen darauf hin, dass mutmaßlich Gelder in Millionenhöhe veruntreut worden seien. Dies wiederum sei der früheren Führung anzulasten.

Die Werft selbst hat vor knapp vier Wochen Insolvenz „in Eigenverwaltung“ beantragt. All diese negativen Nachrichten sind nun offenbar kein Hindernis mehr. Die Verteidigungsministerin jedenfalls äußerte die Hoffnung, dass das Schiff schon blad wieder auf den „Weltmeeren segeln“ würde. Die Chance sei „gut“. Eine Aussage, die Beobachter und Kritiker insofern etwas beunruhigt, als die Kosten für die Weiterführung der Sanierung in Millionenhöhe gut begründet sein müssten. Der bislang verfügte Zahlungsstopp wird am Montag aufgehoben, sofern die Beteiligten am Insolvenzverfahren dem Vorschlag noch zustimmen werden.

Zum Gesamtproblem der „Gorch Fock“ haben wir bereits berichtet:

„Inzwischen zweifeln immer mehr Menschen daran, dass der Staat in Deutschland als Auftraggeber diverser Projekte mit den ihm anvertrauten Mitteln sorgsam und wirtschaftlich umgehen kann. Nun trifft der staatliche Geldausgabewahn auch die Renovierung des renommierten Segelschulschiffs „Gorch Fock“. Die kostet 135 Millionen Euro. Veranschlagt waren einst 10 Millionen Euro. Der „Spiegel“ berichtet zudem von einem Korruptionsverdacht.

Staat ist teuer

Der Staat glänzt derzeit als Auftraggeber bei den wenigsten Großprojekten. BER, der Berliner Flughafen, ist eine Investitionswüste. Die Hamburger Elbphilharmonie ist um das Zehnfache teurer geworden als geplant. Der Stuttgarter Bahnhof wird für eine Milliarden-Mehrsumme irgendwann in ferner Zukunft fertiggestellt. Olympia-Bewerbungen scheitern bereits im Vorfeld, weil die Infrastruktur-Planung – etwa in der Wintersportgegend Oberbayerns – ohne die Bürger stattfand. Die weigerten sich einfach. Nun ist die „Gorch Fock“ zu teuer. Die kam 2016 in die Werft von Wilhelmshaven und sollte „instandgesetzt“ werden. Das sollte zehn Millionen Euro kosten.

Mittlerweile sind die Kosten den Planungen nach auf 135 Millionen Euro explodiert. Der 60jährige Geburtstag des Ausbildungsschiffes ist anders als geplant jetzt nicht gefeiert worden. Das Fest wurde mit einem Trauerspiel gewürzt. So hat der zuständige Beamte als Einkäufer von zwei Unternehmen nun Selbstanzeige erstattet.

Er habe Kredite in Höhe sechsstelliger Beträge erhalten. Zu einem „sehr günstigen Zinssatz“. Auch, wenn es tatsächlich Kredite und nicht Geschenke gewesen sein sollten- was zunächst noch geprüft wird – ist dies bereits eine Vorteilsnahme, die Korruption darstellt – oder jedenfalls könnte. Ist jetzt ein einzelner Beamter zur Verantwortung zu ziehen?

Die Redaktion meint: Nein. Die Kostensteigerungen sind möglicherweise auch auf großzügige Angebotsprüfungen dieses Mannes zurückzuführen. Aber nicht in mehr als zehnfacher Höhe ohne Prüfung durch die Leitung. Die sitzt in Berlin. In der Regierung Merkel. Das Segelschulschiff fällt in den Verantwortungsbereich von Ursula von der Leyen. Die lässt sich indes schon hinreichend beraten, dachten wir. Von sehr teuren Beratern.“

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2 Kommentare zu "Ursula von der Leyen greift in die Kasse: Sanierung der Gorch Fock geht weiter"

  1. Na fein, auf die paar Milliönchen kommt es doch im Geldvernichtungsystem BRD nicht an. Wieviele Omis und Opis mit Mindestrente könnten da mal 100 oder wenigsten 50.-€ Zuschlag erhalten. Und wer als Wiederholungstäter Schwarzfährt kommt in den Knast. Hoffentlich ändert sich noch dieses Jahr etwas grundsätzlich. Möge der Herr uns erhören.

  2. Die Meisten haben es noch nicht gerafft . Das Geld wird einfach umgeleitet , damit werden geheime Bunker Finanziert welche für die Eliten sind . Mindestens 6 wurden die letzten Jahren in Deutschland gebaut, der Berliner Flughafen und auch Stuttgart 21 sind auch Geldgeber.

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