US-Kriegsvorbereitungen gegen den Iran

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Vor zwei Wochen haben die USA den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und eine Bomberstaffel von B-52 Bombern aus dem Mittelmeerraum in den Nahen Osten verlegt. Der Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John Bolton, sprach von „beunruhigenden Indizien“ im Iran, weshalb der Flugzeugträger sowie die Bomberstaffel in den Nahen Osten verlegt werden mussten. Diese Aktion sei eine Antwort auf „eine Reihe eskalierender Indizien und Warnungen“, so Bolton. Die USA wollten keinen Krieg mit dem Iran – man müsse aber darauf vorbereitet sein, auf jeden Angriff zu antworten, egal ob er von islamischen Revolutionsgarden, den iranischen Streitkräften oder von iranischen Stellvertretern ausgehe. Was Bolton genau damit meinte, führte er nicht aus. Bolton teilte auch nicht mit, wo genau der Flugzeugträger stationiert werden solle.

Inzwischen haben die USA weitere 1.500 Soldaten in den Nahen Osten geschickt. Zudem haben die USA ihr Botschaftspersonal aus dem Irak abgezogen. Diese „drastische Maßnahme“ sei eine Reaktion auf die „verschärfte Bedrohungslage im Irak“, so ein Sprecher des US-Außenministeriums. Doch auch der Sprecher nannte keine Details über die angebliche Gefahr. Die USA haben zudem 5.000 Soldaten im Irak und etwa 2.000 Soldaten in Syrien stationiert, um den Einfluss des Iran in der Region zurückzudrängen. Der führende britische General Christopher Ghika erklärte indes, dass es keine erhöhte Bedrohung für westliche Gruppen durch vom Iran unterstützte Milizen im Irak und in Syrien gebe. Damit wiederlegt der General die Rechtfertigung der USA für ihre Kriegsvorbereitungen. Die Aussage des britischen Generals kann nur bedeuten, dass das Ziel der USA eine Eskalation der Spannungen in der Region ist und ein Angriffskrieg gegen den Iran vorbereitet wird.

Laut aktuellen Berichten soll das Pentagon planen, bis zu 120.000 US-Soldaten in die Region im Nahen Osten zu entsenden – offensichtlich wird tatsächlich ein Angriff gegen den Iran vorbereitet. Die Lage ist also als sehr ernst einzuschätzen, denn die Krise zwischen Washington und Teheran ist in den vergangenen Monaten eskaliert. US-Präsident Trump hat dem Iran sogar mit dessen Auslöschung gedroht. Einer der Vorwürfe gegen den Iran lautet, dieser stecke hinter den Sabotageanschlägen auf vier Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate am Wochenende vor einer Woche. Der Iran wird von den US-Medien für diese angebliche Sabotage verantwortlich gemacht, obwohl es keine Beweise dafür gibt. Der Iran wiederum erklärte, die Sabotageakte auf die Öltanker gehen vermutlich auf Saudi-Arabien oder Israel zurück, die die USA zu einem Angriff gegen den Iran provozieren wollen.

Ein weiterer Vorwand für einen möglichen Angriff gegen den Iran ist das iranische Atomprogramm. Die Trump-Regierung hat sich vor einem Jahr einseitig aus dem Atomabkommen zurückgezogen mit der Behauptung, der Iran halte sich nicht an die Regeln. Obwohl der Iran sich an das strenge System von Einschränkungen und Inspektionen seines Atomprogramms gehalten hat, hat Washington wieder drastische Wirtschaftssanktionen gegen den Iran erlassen. Sie zielen darauf ab, die Ölexporte des Iran auf null zu reduzieren, damit der Iran im wirtschaftlichen Chaos endet und so der gewünschte Regimechange herbeigeführt werden kann. Obwohl sich der Iran weiterhin an das Atomabkommen hält, könnten die USA das Atomprogramm dennoch als Rechtfertigung für einen Angriff benutzen.

Inzwischen hat auch Trumps Senator Lindsey Graham einen „überwältigenden Militärangriff gegen den Iran“ gefordert. Graham gilt als Vertrauter Trumps – er äußerte sich nach einem Treffen mit dem Nationalen US-Sicherheitsberater John Bolton. Graham twitterte, „es sei klar, dass der Iran in der vergangenen Woche amerikanische Interessen im Irak bedroht habe. Falls der Iran seine Drohungen gegen US-amerikanisches Personal aktiviere, müssten die USA mit einer überwältigenden militärischen Reaktion dagegenhalten.“

Anscheinend bedarf es jetzt „nur noch eines Zwischenfalls“ zu Ungunsten des Iran, damit die USA eine Rechtfertigung für einen erneut widerrechtlichen Angriffskrieg gegen den Iran haben. Damit würden die USA nicht nur erneut gegen geltendes Völkerrecht verstoßen. Sie würden dafür sorgen, dass die ohnehin stark gebeutelte Region erneut in einen blutigen Krieg hineingezogen wird. Die Folgen wären unabsehbar. Nicht nur die ganze Region könnte in einen Krieg hineingezogen werden – dieser Konflikt könnte auch den Auftakt eines Weltkriegs zwischen den USA und seiner Rivalen Russland und China bedeuten. Jetzt wird es spannend!

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2 Kommentare zu "US-Kriegsvorbereitungen gegen den Iran"

  1. Das ist ganz klar eine Kriegsvorbereitung und damit es zum Krieg kommt werden die USA schon für einen Vorwand sorgen. Das Schlimmste daran, weder UNO noch Nato stellt sich dagegen. Wo sind die Menschenrechtsorganisationen? Die USA drohen den Iran über das Militär auszulöschen, das wird das schlimmste Massaker das je auf der Welt stattgefunden hat und alles schaut zu und lässt gewähren, bis auch sie selbst dran sind. Schlimmer wie Hitler.

  2. Volker Schulz | 27. Mai 2019 um 17:25 | Antworten

    Der Iran hat immer betont, das Ziel sei die Tilgung Israels aus der Geschichte und von der Landkarte. Der unermeßliche Haß gegen die einzige Demokratie dort wird jeden Freitag rituell und fanatisch ausgelebt.
    Folglich ist nachvollziehbar, wenn Israel klar betont, keine iranische Bombe zuzulassen. Damit ist die Antwort auf die Vernichtungsphantasien als unmißverständliche Kriegsdrohung auf dem Tisch, und das ist schrecklich, aber unvermeidlich.
    Natürlich steht Trump zu Israel. Bevor die Bombe auf Tel Aviv fällt, sollte der Iran in einen Zustand versetzt werden, der die atomaren Träume der Mullahs für 50 Jahre beerdigt. Dazu reicht die Bewaffnung eines einzigen Flugzeugträger vollkommen aus. Ganz ohne Kernwaffen, versteht sich.

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