US-Leitmedium New York Times tobt: Falsche Meinung zu Trump – im eigenen Blatt

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Donald Trump hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt. Der US-Präsident hat nicht nur die WHO und die Massenmedien etwa in Deutschland mit dem Auszug aus der Weltgesundheitsorganisation gegen sich aufgebracht. Er hat damit gedroht, Militär gegen die Demonstranten im eigenen Land einzusetzen, die sich gegen Rassismus auf die Straßen wagten. Die „New York Times“ wiederum ließ dies in einem Gastkommentar feiern. Die dafür zuständige Redaktion hat den Kommentar offenbar selbst nicht gelesen oder die Reaktion falsch eingeschätzt. Der Leiter der Meinungsseite, James Bennet, wurde mit einem „Dank“ entlassen. Die Meinungsseite hatte eine falsche Meinung gebracht – ein klassischer Fall von Zensur im eigenen Blatt. Ausgerechnet in einem Blatt, das sich als Flaggschiff der demokratischen Meinungsbildung versteht.

New York Times-Verleger „dankt“

Mit dürren Worten jedenfalls dankte der Verleger der NYT, A.G. Sulzberger, dem Meinungschef James Bennet für seine Leistung seit Mai 2016. Jetzt würde die Meinungsseite von der Journalistin Katie Kingsbury geführt. Der Gastbeitrag selbst war von einem republikanischen Senator geschrieben worden, Tom Cotton. Der forderte in der Überschrift – auf der Meinungsseite (!) -, „Schickt die Truppen rein“. Dies wiederum hat die NYT bereits kommentieren lassen und verwies darauf, das entspreche nicht den Zeitungs-Standards. Die Veröffentlichung sei nur durch einen „überstürzten redaktionellen Prozess“ zustande gekommen. Bennet selbst, so die ursprüngliche Angabe, habe den Beitrag vor dem Abdruck nicht selbst gelesen.

Ohnehin dürfte dies im redaktionellen Alltag oft genug vorkommen, allerdings darf sich der Meinungsseiten-Macher in der Regel darauf verlassen, dass Meinungen als solche aufgefasst und damit auch toleriert werden. Redaktionen reagieren in solch strittigen Fällen in der Regel mit Gegenmeinungen oder -kommentaren als mit der Entlassung des verantwortlichen Ressortleiters. Cotton wollt: „Vor allem eines wird die Ordnung (…) wieder herstellen: eine überwältigende Machtdemonstration, um Gesetzesbrecher zu vertreiben, festzunehmen und schließlich abzuschrecken“. Insofern er sich auf Gesetzesbrecher bezog, ist dies nicht einmal eine ansonsten problematische Aufforderung zu besonderer Gewalt. In diesen Zeiten scheint die falsche Meinung nicht gefragt zu sein.

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