US-Lobby-Arbeit von Bayer lohnte sich: Monsanto Übernahme genehmigt

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Seit dem Antritt Donald Trumps als US-Präsident haben deutsche Konzerne ihre Lobby-Arbeit in den USA massiv ausgeweitet. Ganz vorne mit dabei sind deutsche Großkonzerne wie Siemens, Bayer oder Telekom. Denn für Konzerne herrschen in den USA großartige Zeiten. Seit Trump. Denn mit seiner Politik der Deregulierung haben Konzerne nun die Möglichkeit erhalten, sich staatlichen Reglementierungen zu entziehen. Staatliche Kontrollen und Aufsicht sind seit dem stark zurückgegangen.

Die Deregulierung geht sogar so weit, dass ganze Branchen inzwischen Einfluss auf die Trump Regierung ausüben. Die amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) sollte eigentlich unabhängig sein. Chef der EPA ist jedoch Scott Pruitt, ein ehemaliger Anwalt und Lobbyist großer Ölkonzerne. Ihm wird immer wieder Korruption vorgeworfen. Derzeit sollen 14 Untersuchungen gegen den Chef der Umweltschutzbehörde laufen.

Nachvollziehbar, dass Industrie und Multikonzerne die Gunst der Stunde nutzen, um ihren Einfluss als Lobbyisten bei staatlichen Behörden und im US-Kongress auszubauen. Die unternehmerfreundliche Stimmung unter Trump wollen Konzerne zudem ausnutzen, um sich Vorschriften weitgehend zu entziehen. Der Zeitpunkt sei günstig, auf weitere Änderungen der Regularien zu drängen. Nicht nur die US-Industrie nutzt die günstige Zeit aus. Auch einige deutsche DAX-Unternehmen wollen ihre Lobbyarbeit bei der US-Regierung ausweiten.

Nach offiziellen Angaben sollen DAX Konzerne 2017 in den USA 42 Millionen Dollar für die Lobbyarbeit ausgegeben haben. Das sind 7 Millionen mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Lobbyisten ist gestiegen. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat besonders konsequent seine Lobbyisten im Umfeld der US-Regierung eingesetzt. Dafür gab der Konzern alleine 10 Millionen Dollar aus, den größten Betrag unter den deutschen Konzernen.

Gerade bei den Fusionsverhandlungen um den Agrochemiekonzern Monsanto investierte Bayer 2 Millionen Dollar mehr, als im Vorjahr. Der finanzielle Einsatz und die Arbeit der Lobbyisten hat sich ausgezahlt: Das US-Justizministerium genehmigte jetzt die Monsanto-Übernahme. Damit ist Bayer an seinem Ziel und hat durch die Fusion das Weltmonopol inne.

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