MERKEL im freien Fall – Ist Ihre Karriere am Ende?

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von Volker Hahn

Denn dieser Mann ist derzeit in Deutschland kaum zu übersehen: Martin Schulz, frisch gekürter SPD-Kanzlerkandidat und Frontmann einer eigentlich siechenden Partei. Doch jetzt: Schulz mit überragenden Umfragewerten, beliebter als Merkel, sogar ein Hoffnungsträger für ein ganzes Land. Was ist dran an dem Hype und wird der Mann aus dem Westen der ostdeutschen Kanzlerin wirklich gefährlich?

Von Mutti Merkel sieht man derzeit jedenfalls vor allem verkniffene Gesichtszüge, vor allem bei den Zusammentreffen mit (in der Regel) schwierigen ausländischen Gästen, auf der weltpolitischen Bühne mit ihren zahllosen ungelösten Krisen und selbst bei den Versöhnungsparteimeetings mit der eigenen Schwester CSU. Ist Merkel am Ende und unfähig, die Republik weiter zu führen?

Umfragen schocken Union

Die Umfragen sprechen jedenfalls eindeutig für Schulz – zumindest derzeit. Nachdem die SPD über Jahre bei nur noch um die 20% Zustimmung lag, geht es derzeit steil nach oben: 28% (Infratest Dimap), 29% (Emnid), 31% (Forsa) und auch die letzte aktuelle Umfrage von Insa sieht die Arbeiterpartei auf dem Weg nach vorn, hier mit 31% sogar vor der Union. Die blamable Reaktion dort durch CDU-Vizechefin Julia Klöckner: „Sie warf SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz vor, Deutschland schlechtzureden und so die AfD zu stärken.“ (1)

Eine denkbar schwache und ziemlich unsinnige Reaktion, die nur die Hilflosigkeit der Christdemokraten unter Merkel zeigt. Und gleichzeitig offenbart, warum diese Frau Klöckner politisch gescheitert ist. Denn das Thema Gerechtigkeit ist nicht nur eines der zentralen Zukunftsthemen der nächsten Jahre, es beschäftigt gerade im Moment auch weite Teile der deutschen Bevölkerung. Wer dieses Thema aufnimmt und politisch konstruktiv bearbeitet, der tut sehr viel gegen politischen Extremismus und nicht das Gegenteil, wie Frau Klöckner meint.

Partner laufen weg

Es wird derzeit einsam um Merkel und die Union. Kein Wunder, möchte man meinen – oder wollen Sie gerne mit einem Obergrantler aus Bayern in der Regierung sitzen, der den Weißwurstäquator für die Grenze der zivilisierten Welt hält und nach der Wahl in der USA nichts Besseres zu tun hatte, als dem Autokraten Donald Trump zu huldigen.

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Horst Seehofer ist sicher ein guter Grund das koalitionspolitische Weite zu suchen, die diktatorische Fürsorge von Mutti Merkel vielleicht ein anderer, weshalb Grüne und FDP sich derzeit fast ein Wettrennen an Liebesgrüßen für die Genossen liefern. Vielleicht aber ist das einfach auch nur ein typischer machtpolitischer Reflex, denn um Macht geht es eben im politischen Geschäft. Die aktuelle Wechselstimmung in Deutschland könnte aber tatsächlich „das Ende der Ära Merkel“ (2) sein.

Wechselstimmung in Deutschland

Diese Wechselstimmung ist geradezu greifbar. Nur ging man bisher davon aus, dass die zugunsten von den Rechtspopulisten von der AfD ausfällt – ähnlich wie in den USA und  Frankreich, Italien und den Niederlanden, wo ebenfalls nicht etablierte Parteien in den Startlöchern stehen, um die Macht an sich zu reißen.

Martin Schulz erscheint da vielen als ein Heiliger Sankt Martin, der mit seinem Schwert der Gerechtigkeit für Frieden zu sorgen scheint. Der Mann taucht auf Ortsparteitagen auf, redet mit Menschen auf der Straße, geht in Schulen – und wirkt tatsächlich ein bisschen wie einer von uns. Allerdings attestieren ihm seine nicht wenigen Gegner auch ein sehr ausgeprägtes Machtbewusstsein und Eigenmächtigkeiten in seiner EU-Zeit. (3) Aber er präsentiert sich immer als Macher, und vielleicht wollen die Menschen genau das gerade jetzt sehen.

Mühlstein Amtsbonus

Obwohl Martin Schulz als langjähriger EU-Spitzenpolitiker immer in der Gefahr steht, für die Fehler und Versäumnisse in Brüssel und Straßburg verantwortlich gemacht zu werden, ist davon aktuell wenig zu spüren und zu sehen. Im Gegenteil: Angela Merkel hat mehr denn je mit ihrem Amt zu kämpfen und muss sich zunehmend einer kritischen, verängstigten und genervten Bevölkerung stellen, die sie persönlich für die vielen Probleme im Land verantwortlich macht.

Selbstschutz

Der Vorteil für Martin Schulz: „Merkels Amtsbonus wird zum Mühlstein“. (4) Während sich die Kanzlerin wahlweise von Trump, Erdogan oder Putin abwatschen lassen muss und ungelöste Probleme von der Ukraine über die EU-Misere bis hin zum Verhältnis zu den USA sich auftürmen, kann Martin Schulz sogar die Flüchtlingskrise und die Terrorgefahr als Wahlkämpfer nutzen. Er hat kein Amt zu führen, ist aus seiner EU-Zeit finanziell mehr als gut gepolstert und gilt plötzlich als Hoffnungsträger der Deutschen, während Merkel Amtsmüdigkeit nachgesagt wird und die Kompetenz als Problemlöserin in Frage steht.

Muss Merkel weg?

Angela Merkel gilt als Vertreterin des Establishments und wird von vielen Menschen regelrecht gehasst. Martin Schulz gilt einigen, vor allem den Genossen, fast schon als Lichtgestalt, obwohl er Teil des EU-Establishments war und dort sicher mehr politische Fehler gemacht wurden als hier unter Merkel. Martin Schulz ist sympathischerer und kann viel besser auf Menschen zugehen als Angela Merkel. Und er steht für Gerechtigkeit, die so viele Menschen – zu Recht – vermissen.

Vergessen wir jedoch nicht, was Schulz in der EU angerichtet hat. Deutschland steht noch immer vor dem Scheideweg. Doch ob die eine Alternative Merkel und die andere Schulz heißt, ist lange nicht gesagt.

Fazit: Der Ausgang der nächsten Bundestagswahl ist offen und das ist gut so. Ob Merkel über Schulz stolpert hängt auch davon ab, ob der hält, was er verspricht.

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