Volkswagen steigt ins Geschäft mit umstrittenem Rüstungskonzern ein

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Nach Dieselgate könnte bald auch der Benzinmotor auf der Kippe stehen. Die Zukunft der Verbrennungsmotoren ist ungewiss. VW will für diesen Fall anscheinend rechtzeitig vorsorgen und wird noch in diesem Jahr zum Mutterkonzern eines global handelnden, umsatzstarken Rüstungslieferanten. VW macht künftig auch mit Panzern Geschäfte und rüstet Kriegsschiffe aus. Das Militär ist bereits bei vielen Autokonzernen Großkunde. Viele Fahrzeugmarken beliefern auch das Militär, beispielsweise Mercedes, Volvo, Renault oder MAN.

Der LKW-Hersteller MAN wird künftig zu VW gehören. Zu MAN gehört der Augsburger Getriebehersteller Renk, der den Leopard-Panzer ausrüstet. Renk ist dann mit rund 470 Millionen Euro Umsatz eine Volkswagen Tochter. Renk ist Weltmarktführer für vollautomatische Getriebe schwerer Kettenfahrzeuge sowie für Getriebe von Kriegsschiffen. Die Augsburger Firma liefert Getriebe für den französischen Leclerc-Panzer, für den Ajax-Panzer der Briten, den südkoreanischen K2-Panzer, den türkischen Altay-Panzer sowie den indischen Kampfpanzer Arjun.

Die MAN Nutzfahrzeuge AG hat zusammen mit der Rheinmetall AG ein Joint Venture für militärisch genutzte Fahrzeuge gegründet, die Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV). Dieses Joint Venture agiert global und deckt die Anforderungen internationaler Streitkräfte militärischer Fahrzeuge ab. MAN hat 49 Prozent Anteile an RMMV. Renk beliefert auch das Fuhrpark-Dienstleistungsunternehmen der Bundeswehr, an dem der Bund mit knapp 25 Prozent und über die Deutsche Bahn mit rund 75 Prozent über das Verteidigungsministerium beteiligt ist. RMMV liefert auch Militär-LKWs an Australien, Großbritannien, Norwegen und Schweden.

Renk ist bereits wegen Lieferungen von Rüstungsgütern in Krisen- und Konfliktregionen wie Saudi-Arabien oder Algerien in die Kritik geraten. Nahost und Asien sind für Renk die wichtigsten Rüstungsmärkte. In Algerien baut die RMMV eine Fertigungsanlage für den Panzer Fuchs. Auch der geplante deutsch-französische Kampfpanzer könnte Getriebe von Renk, der künftigen Volkswagen-Tochter, bekommen. Durch den Börsengang erhofft sich VW einen Gewinn von sechs Milliarden Euro.

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