Wagenknecht gründet „Sammelbewegung“ – Politik ist in der Krise

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Wagenknecht

Sahra Wagenknecht sieht die Politik in einer Krise. Den Regierenden gehe es nur noch um Macht, anstatt um Inhalte, sagte die Linken-Politikerin in einem Interview mit web.de. Sahra Wagenknecht will mit ihrer Sammelbewegung „Aufstehen“ parteiübergreifend linke Kräfte zusammenführen. Mit dieser Initiative will sie die Politik verändern.

Die Initiative „Aufstehen“ soll eine Bewegung für mehr Gerechtigkeit in Deutschland werden. Umfragen würden zeigen, dass die Mehrheit der Bürger bessere Renten, höhere Löhne, eine Reichensteuer und höhere Steuern für Großkonzerne befürworte, so Wagenknecht bei web.de. Doch diese mehrheitliche Meinung finde sich in der Politik nicht wieder. Seitdem die SPD mit der Agenda 2010 den Sozialstaat Deutschland sukzessive abgeschafft habe, finden sozial Benachteiligte keine politische Vertretung mehr in Deutschland, kritisiert Wagenknecht.

Die Bürger fühlten sich von der Politik im Stich gelassen und die Demokratie erodiere zusehends. Vor allem Ärmere sehen sich nicht mehr politisch vertreten, was eine Folge der demokratischen Krise sei. Dies stärke jedoch rechte Parteien wie die AfD. Deshalb brauche es in Deutschland dringend einen politischen Umbruch.

Die Bewegung soll am 4. September starten. Wagenknecht hofft, mit „Aufstehen“ die Politik verändern zu können. Sie wolle damit Hunderttausende ermutigen, sich für ihre Interessen zu engagieren. Nur wenn die Bewegung mächtig werde, könne sich das Parteiensystem verändern. Wagenknecht wolle eine Regierung, die für die große Mehrheit der Menschen Politik mache und nicht mehr nur für die „oberen Zehntausend“.

Derzeit werde die Bewegung noch durch private Investoren unterstützt. Es werde auch künftig keine Mitgliedsbeiträge geben aber man werde für Spenden werben. Wagenknecht will das Internet und die Politik nicht länger den neoliberalen Eliten und den Rechten überlassen. Sie will soziale Themen wieder in den Mittelpunkt der politischen Debatte stellen und so die AfD daran hindern, die Themen zu diktieren.

Bei Mainstream-Medien sowie einigen Agenda-Politikern von SPD und Grünen hat die Ankündigung der neuen Bewegung „Aufstehen“ bereits für Aufregung gesorgt. Ralf Stegner (SPD) bezeichnete die Initiative als eine „Bewegung von notorischen Separatisten“. Auch der rechte SPD-Flügel ließ mit Kritik nicht lange auf sich warten. Der Vorsitzende des rechten Parteiflügels Johannes Kahrs bezeichnete die Bewegung schon jetzt als „Totgeburt“ und sieht dahinter eine „PR-Nummer von Frau Wagenknecht“.

Sebastian Hartmann, SPD-Chef NRW twitterte, die „linke Sammlungsbewegung in Deutschland sei seit 1863 die SPD und wer wolle, könne eintreten“. Die „Bild“ fragte sich (Wolffsohn) rhetorisch, ob die „Initiative von Wagenknecht so weit links sei, dass sie schon wieder rechts sei“. Wolffsohn höre bei „Bewegung schon die Alarmglocken klingeln. Die Nazis hätten damals auch Wert daraufgelegt, keine herkömmliche Partei zu sein, sondern eine Bewegung“ und ob Wagenknecht „das nicht wisse“.

Die heftige Ablehnung, auf die „Aufstehen“ stößt, zeigt, wie wichtig solche Bewegungen gegen das politische Establishment in Berlin sind. Wagenknecht unternimmt zumindest etwas gegen den Wahnsinn, der in Berlin regiert. Ob sie damit erfolgreich ist, wird sich zeigen.

 

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1 Kommentar zu "Wagenknecht gründet „Sammelbewegung“ – Politik ist in der Krise"

  1. Hey, es hört sich alles gut an, ihr müsst eine Neue Regierung wählen
    sonst seid ihr dem Untergang geweiht. Ich versuchte schon immer Euch es klar zu machen, aber bisher ohne Erfolg. Habe gerade gelesen es
    wird sich eine neue Partei bilden. Sie nennen sich Soziale Union. Habe mir mal deren Statuten angesehen, es wird Frau Wagenknecht schwer haben dagegen zu halten. In deren Statuten steht ganz klar es werden keine Mitglieder auf genommen die einer Partei zugehören. Man will wahrscheinlich gleich ausschließen das keine trojanische Pferde
    untertauchen. Lest selbst mal deren Programm : https:// grundrechteunion.de Freundliche Grüsse Werner Kämtner

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