Warum sich die USA mit Sanktionen selbst schaden

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Durch den neuerlichen Putschversuch in Venezuela und die zahlreichen Sanktionen, die die USA gegenüber immer mehr Ländern erheben, wird das Land selbst erheblichen Schaden nehmen. Die Folge dieser repressiven Politik der USA ist, dass sich immer mehr Länder vom Dollar als Weltleitwährung abwenden und nach Alternativen suchen.

Venezuelas Präsidenten machten den Fehler, dass sie sich trotz des Erdölreichtums im Ausland verschuldeten. Die US-Konzerne fürchteten zu Recht, dass Venezuela eines Tages seine Erdöleinnahmen dem Volke zugutekommen lassen wollen würde, anstatt diese der US-Erdölindustrie in den Rachen zu werfen.

Deshalb sorgte die Erdölindustrie dagegen vor. Erdölraffinerien wurden nicht in Venezuela, sondern in den südlichen Staaten der US-Golfküste gebaut. Damit machten es die US-Ölkonzerne Venezuela unmöglich, auf eigenen Beinen zu stehen und eine unabhängige Strategie mit seinem Erdöl zu verfolgen.

USA eigneten sich Erdölvermögen an

Zudem ließ sich die venezolanische Zentralbank dazu überreden, alle Vermögensreserven und Erdölreserven als Sicherheit für Venezuelas Auslandsschulden einzusetzen. Wenn Venezuela also in Zahlungsverzug geriet, waren Gläubiger und US-Erdölkonzerne berechtigt, sich venezolanisches Erdölvermögen anzueignen.

Obwohl das Land reich an Erdöleinnahmen ist, konzentrierten sich die Profite auf die US-amerikanische Oligarchie. Die venezolanische Bevölkerung profitierte nicht von diesem Reichtum. Die Haltung der venezolanischen und US-amerikanischen Oligarchie führte dazu, dass Hugo Chávez, der Vorgänger Maduros, 1998 die Präsidentschaftswahlen in Venezuela gewann.

Venezuela versuchte, sich aus den Klauen der USA zu befreien

Chávez wollte das Volk am Reichtum der Bodenschätze des Landes teilhaben lassen und eine wieder Mischwirtschaft herstellen. Er setzte die Einnahmen, die durch Erdölexporte erzielt wurden, dafür ein, die Infrastruktur auszubauen und Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeit zu fördern sowie den Lebensstandard der venezolanischen Bevölkerung zu verbessern. Dennoch gelang es ihm kaum, die Kapitalflucht der Oligarchen einzudämmen oder die Veruntreuungen im Erdölsektor zu stoppen.

Die USA taten das ihrige, um die Pläne von Chávez zu durchkreuzen: Mit Sanktionen wollten sie den Prozess der Wiederherstellung einer gesunden venezolanischen Wirtschaft aufhalten. Die US-amerikanische Außenpolitik ist heute noch genauso auf Erdöl fokussiert, wie zu Zeiten der Irak-Invasion unter George Bush Senior. Die USA wollen auch weiter nicht auf das billige Öl aus Venezuela verzichten.

Durch die Sanktionen, die Venezuela den Zugang zu seinen Bankkonten und Vermögenswerten in den USA unmöglich macht, ist Venezuela nicht in der Lage, seine Auslandsschulden zu begleichen. Dadurch kommt Venezuela in Zahlungsverzug und die USA wollen dies als Vorwand dafür nutzen, die Erdölvorkommen zwangszuvollstrecken und sich seiner Vermögen zu bemächtigen.

Die USA wollen an Venezuela, wie an Chile, ein Exempel statuieren. Ob Maduro jedoch wirklich gestürzt werden kann, ist fraglich. Denn Maduro erhält Unterstützung aus China und Russland. Die Machtverhältnisse und geopolitischen Interessen liegen jetzt anders als 1973.

USA werden Preis für Angriffe bezahlen

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Michael Hudson ist der Ansicht, dass die USA einen hohen Preis für ihren Angriff auf Venezuela bezahlen werden: Das Zerbrechen des globalen Finanzsystems. Maduros heftige Gegenwehr und die Unterstützung durch Russland und China zeigt anderen Ländern, dass sie sich davor schützen müssen, ein „zweites Venezuela“ zu werden, indem sie sich andere sichere Plätze für ihre Gold- und Devisenreserven sowie die Finanzierung ihrer Auslandsverschuldung suchen – und zwar weg von Dollar, Pfund Sterling und Euro.

Wenn Maduro – mit Unterstützung – durchhalten und sich erfolgreich gegen die Putschversuche der USA wehren kann, könnte er zum Katalysator für eine neue, internationale, vom US-Dollar unabhängige Wirtschaftsordnung werden, glaubt Michael Hudson. Zudem muss Maduro auf lange Sicht die eigene Landwirtschaft entwickeln, um aus der Abhängigkeit von Importen loszukommen.

Mit einem zu SWIFT alternativen Banken-Mechanismus könnte Venezuela das US-Finanzsystem umgehen und seine Vermögenswerte vor dem Zugriff durch US-Gläubiger oder US-Behörden absichern. Hudson ist der Ansicht, dass China, Russland, der Iran und andere Länder einen internationalen Gerichtshof gründen müssen, um gegen die zu erwartende diplomatische Krise mit den USA und deren mögliche finanzielle oder militärische Konsequenzen gewappnet zu sein.

Die USA würden dann bald vor die Wahl gestellt, ob sie weiterhin mittels IWF, Weltbank, WHO und NATO ihre aggressive Außenpolitik betreiben wollen und damit riskieren, sich zunehmend zu isolieren. Auch Europa müsse sich dann entscheiden, ob es wirtschaftlich und militärisch der Satellit der USA bleiben oder sein Glück mit Eurasien versuchen wolle, so Hudson. Zudem wäre die EU, die sich noch immer wie eine „Filiale“ der NATO und des US-Bankensystems verhalte, gut beraten, ihre Goldreserven nicht mehr in England oder den USA aufzubewahren.

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7 Kommentare zu "Warum sich die USA mit Sanktionen selbst schaden"

  1. Man kann es nun den USA in die Schuhe schieben : In diesem Februar gab es beruhigende Meldungen aus dem Statistischen Bundesamt: Deutschlands Wirtschaft sei noch einmal an einer Rezession vorbeigeschrammt. Trotz der vielen Probleme mit Trump, Brexit und Co.: Im vierten Quartal 2018 sei die Leistung der deutschen Unternehmen nicht geschrumpft. Die Wirtschaft sehe gut da!

    Jetzt stellt sich heraus:
    „Wir stecken schon tief in einer Rezession“, sagt Heiner Flassbeck jetzt gegenüber n-tv. Und das ist nicht irgendwer: Flassbeck ist ehemaliger Staatsekretär im Bundesfinanzministerium und langjähriger Chefökonom der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung.

    Was das Bundesamt nicht veröffentlicht hat: Der Produktionsindex zeigt in den vergangenen beiden Quartalen ein Rückgang von insgesamt 5 Prozent.

    Und das kann nur heißen:

    Es geht bergab. Und zwar kräftig. In allen wichtigen Bereichen ist die Leistung und die Produktion um volle 5 Prozent zurückgegangen. Innerhalb von nur 6 Monaten.

  2. Geschichte wiederholt sich immer wieder. England wurde groß durch Ausbeutung seiner Kolonien und die USA führen den Gedanken fort. Durch Aufkaufen von Mainstream Medien können sie in großem Stil die Völker beeinflussen und in ihrem Sinne dirigieren.

  3. Soros: „Ohne Merkel gäbe es keine Russland-Sanktionen“

    © REUTERS

    Der US-Starinvestor und Spekulant George Soros hat die westliche Sanktionspolitik gegen Russland als notwendiges Übel bezeichnet und die Rolle der deutschen Kanzlerin Angela Merkel gelobt.

    „Ohne Merkel gäbe es keine Russland-Sanktionen“, so Soros in einem Interview für die „Frankfurter Rundschau“. Er würdigte Merkels Politik in der Ukraine-Krise. „In der Ukraine-Frage hat Merkel agiert wie eine echte europäische Politikerin anstatt enge deutsche Interessen zu verfolgen“, sagte der US-Milliardär, der zuvor die deutsche Europapolitik jahrelang kritisiert hatte. „Dafür habe ich sie gelobt.“

  4. Hier der Parallelfall der auch in die Hosen geht

    CONTRAMAGAZIN von Marco Maier

    Die US-Aggression in der Ukraine

    Neokonservative Kräfte haben den Maidan-Putsch in der Ukraine angeleiert. Nicht Russland ist der Aggressor, sondern die Vereinigten Staaten von Amerika. Das zeigt ein Blick hinter die Kulissen.

    Vor nunmehr fast genau drei Jahren, am 21. November 2013, begannen auf dem Unabhängigkeitsplatz (Majdan Nesaleschnosti) in Kiew die ersten Protestveranstaltungen, die schlussendlich drei Monate später zum Putsch gegen Präsident Janukowitsch führten und daraufhin zum Bürgerkrieg und den westlichen Sanktionen gegen Russland, welches von den westlichen Eliten und Medien als „Aggressor“ hingestellt wurde.

    Dabei waren es US-Organisationen, sowie deren Verbündete und Geldgeber, die das ganze Chaos anleierten, während Moskau in eine Defensivposition geriet…ALLES LESEN !!

  5. Merz: „Wir stehen hart am Rande einer Rezession“ – kaum Entlastungen für Bürger möglich

    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/merz-wir-stehen-hart-am-rande-einer-rezession-kaum-entlastungen-fuer-buerger-moeglich-a2826177.html

    Alle Wachstumsprognosen werden in Deutschland nach unten korrigiert, meint Friedrich Merz. Dadurch gebe es kaum noch Möglichkeiten für eine Entlastung der Bürger…ALLES LESEN !!

    Vera kommentiert

    Die Taschengelderhöhung für Asylbewerber stellte offenbar kein Hindernis dar.

    Die üppigen Zuwendungen für die in Deutschland versammelten Goldgräber der Welt (bis zu 50 Milliarden p.a.) dürfen keineswegs angetastet werden.

    Dabei sind Sachleistungen in manchen europäischen Ländern ein Erfolgsmodell zur Entlastung der Staatsfinanzen….Auch Österreich überlegt ebenfalls den Schritt hin zu Sachleistungen statt Bares.

    Natürlich kann man dann kein Grundrenten einführen und natürlich kann man auch nicht die Betriebsrentner von der Zahlung der doppelten KV befreien.

    Trotz großer Bedenken etlicher Ökonomen, werden die allsamt links-grünen Politiker der Altparteien nicht müde, weiterhin an der Geschenkestellschraube zu drehen, vorzüglich zur Unterhaltung der Gäste.

    Zum großen Nachteil jetziger und kommender Generationen !!

  6. Bolton droht Unternehmen, die venezolanisches Öl nach Kuba transportieren Quelle: Reuters
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    Donald Trumps Sicherheitsberater John Bolton hat Reedereien und Versicherungsfirmen gedroht, die an den Lieferungen von venezolanischem Erdöl nach Kuba beteiligt sind. Per Twitter erklärte er, dass diese Unternehmen „notiert“ würden.
    Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten John Bolton hat Versicherungsfirmen und Reedereien, die an den Öllieferungen von Venezuela nach Kuba teilnehmen, gedroht. Er twitterte:

    Die venezolanische Nationalversammlung hat nach dem Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes die Aussetzung der Rohölexporte nach Kuba angeordnet. Versicherungsgesellschaften und Flaggschiffe, die diese Gratis-Lieferungen nach Kuba erleichtern, wurden notiert.

  7. Schweiz: Brückenbauer zwischen Russland und Westen – Schweizer Botschafter EXKLUSIV © Sputnik –
    Der Botschafter der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Russland, Yves Rossier, berichtet gegenüber Sputnik über die Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen sowie über das geplante Zusammenwirken mit Russland bei der Lösung internationaler Probleme.

    „Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind für die kleine Schweiz natürlich wichtiger als für das riesige Russland, das bedeutendere Partner hat. Allerdings könnte die Schweiz die Rolle eines Brückenbauers in Zeiten der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen spielen. Und das ist sowohl für Russland als auch für den Rest Europas wichtig. Unser heutiges Ziel ist es, eine nachhaltige Präsenz in Russland sicherzustellen. Wir sind über 200 Jahre lang mit Russland verbunden. Eines Tages wird die Zeit der Konfrontation vorbei sein, und es werden wieder normale Beziehungen hergestellt. Wir möchten in Russland festen Fuß fassen, und wir arbeiten daran”, sagte Yves Rossier gegenüber Sputnik.

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