+++ Warum steht Venezuela im Dauerfeuer der Kritik? +++

Watergate Redaktion 17.8.2017

Die Kritik an Venezuela seitens westlicher Regierungen und Medien reißt nicht ab. Trotz freier Wahlen wird dem Land mangelnde Demokratie unterstellt. Auch südamerikanische Regierungen kritisieren zunehmend das Land. Die Außenminister von Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay haben Anfang August beschlossen, Venezuelas Mitgliedschaft im Wirtschaftsbündnis „Gemeinsamer Markt des Südens“ (Mercosur) aufzuheben.

Venezuela verfolge politische Gegner der Regierung und verstoße damit gegen das Demokratieverständnis der wirtschaftlichen Vereinigung, so die Vorwürfe. Der Aufruf zum Dialog für eine friedliche Lösung der Konflikte habe zu nichts geführt, so die Begründung der Außenminister. Doch nicht jeder teilt die Haltung der Regierungen. Der Beschluss verstärke nur die Konfrontation und isoliere Venezuela, so die Meinung von oppositionellen Parteien. Diese werfen zudem den USA vor, gezielte destabilisierende Aktionen in Venezuela zu finanzieren um Chaos zu verbreiten und so einen militärische Übergriff zu rechtfertigen.

Der Vorwurf ist nicht abwegig, denn Trump sagte am 11. August 2017: Er habe viele Optionen für Venezuela, einschließlich einer militärischen. Die sogenannten Alba Staaten sagten, dass die USA einen verdeckten Krieg gegen die Länder Lateinamerikas führen, die eine Unabhängigkeit von den USA wollen. Der Vorwurf der Alba Staaten lautet, die USA wollen die Kontrolle über die südamerikanischen Ressourcen erlangen und in allen Staaten neoliberale, US-freundliche Regierungen installieren.

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