Warum wir immer weniger für unser Geld bekommen

Inflation 5.7.2018

Vielen Menschen haben den Eindruck, sie hätten immer weniger Geld in der Tasche, während die Medien uns permanent versichern, die EZB halte die Preise stabil und die Niedrigzinspolitik habe keine Auswirkungen. Der Eindruck trügt nicht. Tatsächlich haben die Menschen immer weniger Geld in der Tasche. Überall gibt es versteckte Preiserhöhungen zugunsten der aus dem Ruder gelaufenen EZB-Politik, die einzig und allein dazu dient, der Hochfinanz den schon lange gescheiterten Euro zu retten.

Bürger werden an allen Ecken und Enden enteignet. Die Explosion der Energiekosten durch Merkels gescheiterte Energiewende können genau wie die Nullzinsen als Enteignung bezeichnet werden. Dank dieser finanziellen Repressalien entschuldet sich der Staat zu Lasten seiner Bürger. Dieser erhält für seine Spareinlagen keine Zinsen mehr.

Von stabilen Preisen und historisch niedriger Inflation, wie Draghi jüngst stolz verkündete, kann keine Rede sein. Die Inflationsrate liegt in Wirklichkeit bei fast sechs Prozent. Denn bei deren Messung wird bewusst getrickst. Die Bürger sehen, dass sie sich immer weniger leisten können. Die Kaufkraft schwindet. Das passt nicht mit Draghis „historisch niedriger“ Inflation zusammen.

Die Messung der Kaufkraft in der EU suggeriert, dass sich die Kaufkraft erhöht hat. Das Statistische Bundesamt erfasst über 300.000 Einzelpreise von 600 Waren und Dienstleistungen. Mieten, Ausgaben für Verkehr, Freizeit, Unterhaltung und Kultur fließen ebenfalls in die Messung ein. Viele Güter sind allerdings nicht in dem Kaufkraft-Index vertreten. Ihre Preisentwicklung wird in der offiziellen Inflationsrate nicht erfasst, wie z. B. Wohnimmobilien. Deren Preise sind seit 1999 im Schnitt um zwei Prozent pro Jahr gestiegen, in den größten Städten sogar um 5,8 Prozent.

Auch öffentliche Güter wie Straßen, Bildung und Finanzmarktstabilität bleiben in der Statistik unberücksichtigt. Dabei müssen Bürger für öffentliche Güter meist mehr bezahlen. Beispiel: Der Neubau der EZB in Frankfurt kostete 1.300 Millionen Euro, anstatt 850 Euro. Der Berliner Flughafen wird mehr als sieben Milliarden Euro kosten, anstatt zwei Milliarden. Die Steuerlast der Bürger ist seit 1999 um durchschnittlich drei Prozent pro Jahr gestiegen.

Dagegen ist die Qualität vieler Produkte gesunken. Bei Qualitätsverbesserungen werden die Preise vom Statistischen Bundesamt nach unten korrigiert, um eine geringere Inflationsrate zu errechnen. Hingegen bei schlechter Qualität von Produkten werden die Preise für die Berechnung nicht angehoben. Da der Preisdruck aber groß ist, nimmt die Qualität bei vielen Produkten ab. Auch die Qualität von Dienstleistungen sinkt. In immer mehr Geschäften und Restaurants muss man sich selbst bedienen, beispielsweise bei Vapiano, Starbucks oder in Möbelhäusern.

Die Inflation wird also versteckt. Die offizielle Rate wird für Deutschland derzeit mit 1,8 Prozent angegeben. Würde man alle anderen Faktoren berücksichtigen, läge die Inflation bei mindestens 5,4 Prozent – rechnet man die Qualitätsverschlechterungen ein, sogar bei nahezu sechs Prozent.

Mario Draghi müsste die Zinsen wieder anheben und dürfte keine Staatsanleihen mehr kaufen. Doch Merkel wird sicherlich weiterhin alles dafür tun, damit die Inflation weiter berechnet wird, wie bisher.

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2 Kommentare zu "Warum wir immer weniger für unser Geld bekommen"

  1. Volker Schulz | 7. Juli 2018 um 14:13 | Antworten

    Zu den nicht mitgezählten Verteuerungen:
    Mein Haus, Ende der 90er gebaut, kostete schon damals beachtliche 1000 DM Grundsteuer im Jahr. Es stand in einem Dorf 50 km von der Landeshauptstadt entfernt. Zuletzt zahlte ich 900 Euro, also eine komplette Monatsrente nur für die Grundsteuer für ein Einfamilienhaus mit 6 Zimmern.
    Jetzt lebe ich in einem anderen Land in einem ebenso großzügigen Haus und zahle 40 Euro, im Jahr, nicht im Monat. Man sieht also, wohnen ist in Deutschland hochbesteuerter Luxus.

    Und was in den USA bei der Inflationsstatistik schon lange gemacht wird, haben wir nun auch übernommen: die Einpreisung des technischen Fortschritts. Wenn z.B. eine ein TB große Festplatte nach drei Jahren soviel kostet wie zuvor eine 500 GB-Platte, hat sich der Preis halbiert und geht so in die Statistik ein. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, die Inflation kleinzurechnen.

  2. Charly Whiskey | 7. August 2018 um 7:19 | Antworten

    So ist das eben in der Verwaltung des vereinigten Wirtschaftsgebietes. Die EU zwingt mittlerweile ihre Mitglieder Grundsteuern zu erheben, die noch keine hatten! Es muss doch möglich sein alle auszusaugen. Germany ist dabei Spitze. Die Bewertung der Inflation geht nach betrügerischen Standarts vor, diese Wichtung zeigt die Verkommenheit des Systems von Lügnern. Wer hat die denn gewählt? Ach ja, das Wahlgesetz ist ungültig, aber wen stört es? Den schlafenden Michel offensichtlich nicht.

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