Was die CDU jetzt mit Angela Merkel vorhat

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CDU Merkel

Die Hoffnung, dass Angela Merkel von der eigenen Partei bald vom Thron gestürzt wird, könnte sich als Trugschluss erweisen. Nach dem Sturz Kauders ist Merkel zwar deutlich geschwächt und die Partei hat mit der Wahl von Ralph Brinkhaus zum Fraktionsvorsitzenden unmissverständlich klar gemacht, wohin die Reise geht: Merkel befindet sich in ihrer letzten Amtszeit und sie kann nicht mehr alles einfach durchsetzen, was sie will. Doch mit einem Sturz Merkels vor Ende der Legislaturperiode würde sich die Partei und die Koalition keinen Gefallen tun.

Armin Schuster, Obmann der CDU/CSU Abgeordneten, hat dazu in der „FAZ“ eine Einschätzung abgegeben. Merkel wird im Dezember klar wieder zur Parteivorsitzenden gewählt, denn man müsse Merkel noch bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin halten. Für die CDU ist erste Priorität, die Bundestagswahlen 2021 zu gewinnen. Daher dürfe man jetzt nicht zu viel Wirbel in der eigenen Partei und in der Bundesregierung erzeugen. Wenn die Partei ihre „Chefin“ schon im ersten Jahr der Legislaturperiode weiterschwäche, sehe die Koalition für den Rest der Periode „lahm“ aus, meint Schuster.

Merkel lässt zwar bislang offen, ob sie 2021 nochmal als Kanzlerkandidatin antreten will. Doch für die Partei scheint festzustehen, dass 2021 die „Wachablösung“ kommen muss. Merkel werde noch dafür gebraucht, den „Übergang“ zu einem neuen Kanzlerkandidaten möglichst reibungslos zu „managen“. Viele in der CDU würden es zudem für falsch halten, wenn Merkel 2021 nochmal als Kanzlerin antreten würde. Vielmehr könnte Merkel die Führung der CDU bereits 2020 an die CDU Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer abgeben, die dann als Kanzlerkandidatin für 2021 aufgestellt wird. Bis dahin bleibt Merkel Kanzlerin, auch weil der Koalitionspartner SPD Kramp-Karrenbauer jetzt nicht als Kanzlerkandidatin akzeptieren würde, meint Schuster.

Zudem will die CDU den Weg für potenzielle andere Kanzlerkandidaten aus der CDU nicht versperren, etwa für den derzeitigen Gesundheitsminister Jens Spahn. Zwar soll Jens Spahn in der CDU nicht so beliebt sein, wie Kramp-Karrenbauer. Letztlich dürfte aber wichtiger sein, wer bei den Bürgern eher als Kanzler akzeptiert werden wird – Spahn oder Kramp-Karrenbauer. Beide nehmen sich aktuell in puncto Unbeliebtheit in der Bevölkerung nichts. Wenn einer der beiden gewählt werden soll, muss noch sehr viel Aufbau- und Werbearbeit geleistet werden. Es sei denn die CDU verliert bis 2021 noch weiter massiv an Zustimmung und wird von der AfD überholt. Dann sind die Karten vollkommen neu gemischt.

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10 Kommentare zu "Was die CDU jetzt mit Angela Merkel vorhat"

  1. „Für die Partei scheint festzustehen….“ Partei? Alles Parteien? Was haben Parteien mit Menschen zu tun? NICHTS! Parteien sind Geschäftsmodelle und richten sich STETS gegen MENSCH – http://mumu1.bplaced.net/mist.html

  2. Harald Schröder | 5. Oktober 2018 um 1:05 | Antworten

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    https://tagebuch-ht.weebly.com/n.html

  3. Hans-Dieter Brune | 5. Oktober 2018 um 18:21 | Antworten

    Die Fleischtöpfe der Politiker müssen erheblich verringert werden. Die Politiker werden nicht mehr durch Lobbyisten bestochen, sondern durch die mühelosen Fleischtöpfe, die verhindern, dass die Politiker das Risiko eine Neuwahl eingehen und einen Kurswechsel vornehmen.

  4. Wenn sie das tun, ist 2021 nichts mehr von der CDU übrig, dann müssen die sich auch keinerlei Gedanken über einen Kanzlerkandidaten machen. Aber ich denke, in erster Linie geht es ihnen darum, bis 2021 ihre Fresströge zu retten, danach haben sie doch sowieso ausgesorgt. Hier geht es nicht mehr um Politik und unser Land oder etwas um die Menschen, hier geht es nur noch um die eigenen Pfründe, ausnahmsslos bei jedem. Und Gott möge uns vor AKK UND Spahn bewahren. Mit denen würden wir vom Regen in die Traufe kommen. Aber es stimmt, ich sehe das auch kommen, dass die Speichellecker beim Parteitag alle Merkel wählen. Brinkhaus ist einer von ihnen, der erneuert nichts, auch er ist nur an seinem eigenen Fressnapf interessiert.

  5. Der „Zieh-Opa“ von Fru Kasner hatte auch kein Einsehen. Die Dinge im Leben, hier der cdU wiederholen sich leider zu oft. Vertrauen? Futschikato. Der für sich sprechende kommende Mann Röttgen, könnte es werden, aber der hat keine Hinterhältigen zur Verfügung.

    Dafür bürtgt eigentlich der neue Fraktionsvorsitzende, wie war nochmal der Name. Richtig einer wie von Schall und Rauch und so meint das Weib, sollte es weitergehen.

  6. Ich verstehe hier so einiges nicht, warum wählen die Menschen immer diese korrupten Parteien,deren einziges Ziel ist, sich Macht und Geld zu sichern. Wir geben alle 4 Jahre die Veranwortung an die Parteien ab und sie vernichten uns Stück für Stück. Wir müssen das unbedingt ändern, denn sonst sind wir verraten und verkauft.

  7. Alles nur ein Geschachere um die Tröge.Es geht nicht um die Bürger und ihr Wohlergehen.Der Bundestag wird immer größer und die Zuwendungen immer höher.Die Gefolgsleute werden nicht nach ihrem Wissen und Können ausgesucht, sondern nach ihrer Loyalität gegenüber dem Herrschenden.Daraus schlußfolgernt keine Parteienwahlen mehr,sondern nur Personenwahlen. Die politischen Parteien sind abgewirtschaft, ein alter Zopf der abgeschnitten werden muß.

  8. „Deutschland hat besseres verdient“

    Die hilflosen Versuche der politisch Verantwortlichen sind weder ausreichend noch ernst zu nehmen und zeigt auf, dass das Problem der islamischen Gefahr immer noch nicht erkannt wurde. „Deutschland ist unter der Kanzlerschaft Angela Merkels von der Republik des Sommermärchens 2006, zu einer tief gespaltenen und unsicheren Republik geworden. Das ist die Folge der Politik der offenen Grenzen und des Multikulturalismus, des Islam-Appeasements sowie der Intergrationslüge“, so der parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Dr. Michael Espendriller (MdB). „Frau Merkel wird in die Geschichtsbücher als eine Kanzlerin eingehen, die großen Schaden über das deutsche Volk gebracht hat.

  9. Franz Josef Kostinek | 6. Oktober 2018 um 6:09 | Antworten

    Die AFD kann nur überleben wenn sie sich auf die Fahne schreibt: Zuerst eine Verfassung, dann Politik mit anderen.

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