Wegen Altersarmut: Immer mehr Ältere sind verschuldet

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In Deutschland haben immer mehr Menschen Zahlungsschwierigkeiten. Dies zeigt der sogenannte „Schuldneratlas“, der alarmierende Tendenzen offenlegt. Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen ist in 2018 erneut angestiegen. Knapp sieben Millionen Bürger konnten ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Das sind 19.000 mehr Fälle als im vergangenen Jahr. Damit ist jeder Zehnte in Deutschland überschuldet. Am häufigsten betroffen sind ältere Verbraucher. Die Altersverschuldung nimmt immer mehr zu.

Besonders bei den Altersgruppen ab 50 Jahren gibt es starke Zuwächse an Überschuldungen: 25.000 mehr Betroffene in 2018 zwischen 50 und 59 Jahre, 33.000 mehr Betroffene bei den 60 bis 69-Jährigen und knapp 70.000 Betroffene mehr bei Menschen über 70 Jahre. Im Mehrjahresvergleich zeigt sich die Entwicklung überdeutlich: Immer mehr ältere Menschen sind überschuldet. Die Zahl der Verschuldeten über 70 Jahre ist innerhalb von fünf Jahren um 138 Prozent gestiegen. Der Trend zur Altersarmut und Altersüberschuldung ist unübersehbar.

Hauptgrund für die Altersarmut sind die Rentenreformen der letzten 20 Jahre sowie die Explosion des Niedriglohnsektors. Die Reformen haben das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente reduziert. Zudem werden die Rentenkassen regelmäßig geplündert. Zulasten der Bürger, die dennoch immer mehr zahlen sollen. Die Rentenzahlungen reichen bei weitem nicht mehr aus. Um den gewohnten Lebensstandard einigermaßen halten zu können, müssen immer mehr Menschen im Rentenalter noch zusätzlich arbeiten gehen.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bestätigt in einer Analyse, dass 70 Prozent der befragten Frauen und 53 Prozent der befragten Männer darauf angewiesen sind, im Alter arbeiten zu gehen. Experten prognostizieren, dass das Problem der Altersüberschuldung noch zunehmen wird. Die finanziellen Reserven der Betroffenen sind zudem begrenzt. Ein Drittel aller Rentnerhaushalte in Deutschland ist höchsten wenige Wochen bis Monate in der Lage, das gewohnte Konsumniveau zu halten.

Auch wegen der steigenden Mieten wird die Sicherung des gewohnten Lebensstandards für immer mehr Alte unmöglich. Besonders in Großstädten sind teure Wohnungen ein Armutsrisiko und meistens der Grund für Überschuldungen. Die Mietbelastung liegt bei den meisten Rentner bei über 50 Prozent des Einkommens. Kritisch wird es aber schon bei über 30 Prozent. Denn dann ist nicht mehr viel Geld für die übrigen Lebenshaltungskosten übrig. Über 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Abzug der Miete weniger Geld übrig, als den Hartz-IV Regelsatz. Armes Deutschland, Danke Frau Merkel!

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1 Kommentar zu "Wegen Altersarmut: Immer mehr Ältere sind verschuldet"

  1. Harald Schröder | 14. November 2018 um 9:04 | Antworten

    Verarmt Deutschland ?

    Ein paar Meldungen in Folge: Die Zahl der Stromsperren steigt. Die höchsten Strompreise europaweit forderten im Jahr 2017 344.000 Opfer, denen der Strom abgestellt wurde. Strom ist in Deutschland aufgrund der Energiewende und der hohen steuerlichen Belastung sehr teuer. Die Zahl der überschuldeten Deutschen steigt. Rund 7 Millionen hatten 2017 dauerhaft mehr Ausgaben als Einnahmen.
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