Weshalb Dauerstress chronisch krank machen kann

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Stress

In der sogenannten „modernen“ Gesellschaft ist Dauerstress ein weit verbreitetes Phänomen, vor allem aber in den westlichen Industrienationen. Viele Menschen sind der Ansicht, dass Stress heutzutage als unvermeidlich hingenommen werden müsse und nehmen Stress durch dauernde Arbeit, Medieneinflüsse und Ängste auf die leichte Schulter. Jeder Mensch kennt „normalen“ Stress, hektische Phasen, in denen uns gleichzeitig viele Aufgaben seelisch, mental und körperlich belasten.

Doch bereits wiederholte, kurze Phasen von Stress wirken auf den Körper ein. Der Puls steigt und setzt den Körper in Alarmbereitschaft. In Stresssituationen verringert der Körper normale Funktionen, um besser damit umgehen und diesen besser bewältigen zu können. In einer akuten Stresssituation werden im Gehirn Stresshormone ausgeschüttet, die sämtliche Organe erreichen. Der Körper reagiert darauf mit der Bereitstellung von Energiereserven, aktiviert vorübergehend das Immunsystem und schüttet verschiedene Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Der Blutzuckerspiegel steigt an und sorgt so für einen aufputschenden Effekt.

Dauerstress hat zuerst negative Auswirkungen wie erhöhte Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung oder sexuelle Unlust. Doch wenn normale Körperfunktionen durch Dauerstress ständig unterdrückt werden, entstehen typische Symptome wie Schlafprobleme, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen oder Magenschmerzen. Wer dauerhaft unter diesen Symptomen leidet, könnte bereits unter chronischem Stress stehen. Der Körper befinde sich in permanenter Alarmbereitschaft, was sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirkt und die Entstehung von Krankheiten fördert.

Chronischer Stress hat viele Ursachen. Diese können sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld liegen. Menschen, die hohem Leistungsdruck ausgesetzt sind, ohne diesen in der Freizeit auszugleichen, sind besonders gefährdet. Die ständige Reizüberflutung durch Medien, Internet und Smartphone führen ebenfalls dazu, dass Körper und Geist nicht abschalten können.

Massiver Stress kann die Gesundheit langfristig ruinieren. Krankheiten wie Diabetes, Lungenprobleme, Herzprobleme, Herzinfarkt, Hormonstörungen, Krebs, Schlaganfall, Hörsturz, Tinnitus oder Arthritis können die Folge sein, jedoch auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout. Chronischer Stress gilt zudem als Hauptursache bei Alkoholismus, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch. Viele chronisch gestresste Menschen konsumieren übermäßig Süßigkeiten oder fette Speisen. Übergewicht und Mangelernährung sind die weitverbreitete Folge von Dauerstress.

Forscher warnen daher schon vor gelegentlichem Stress und raten dazu, umgehend Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Experten empfehlen, täglich bewusste Ruhepausen einzulegen sowie für moderaten, sportlichen Ausgleich zu sorgen. Mediziner raten zur „Entschleunigung“, sich weniger vornehmen, Entspannungsübungen in den Alltag einbauen, Hobbys und soziale Kontakte pflegen, Musik hören, lesen, „nein“ sagen und auf gesunde Ernährung zu achten. Denn durch chronischen Stress verursachte Schäden lassen sich nicht wieder rückgängig machen.

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