Widerwille gegen ein „Weiter so“ wächst in den Parteien

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Schon lange vor diesem Wahlsonntag in Bayern war der Widerwille gegen ein „Weiter so“ innerhalb CDU und SPD stetig gewachsen. Die Große Koalition war schon bei ihrer Entstehung eine Totgeburt. Die SPD, die bereits bei den Bundestagswahlen herb abgestraft wurde, ließ sich dennoch widerwillig zu einer Großen Koalition überreden, nachdem schon die Jamaika-Sondierungen scheiterten. Es folgte ein absurder Streit zwischen Merkel und Seehofer um die Zurückweisungen von Flüchtlingen, der die große Koalition schon an den Rand des Abgrunds brachte. Dies nicht genug, sorgte die unsägliche und peinliche Affäre um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen dafür, dass nun ganz Deutschland endgültig genug von der Merkel-Regierung hat.

Das Ergebnis war also vorauszusehen. Ob die Bundesregierung nun endlich personelle Entscheidungen trifft, wird von den hessischen Landtagswahlen in zwei Wochen abhängen. Praktisch spielt das Ergebnis in Hessen für die Union vermutlich wohl keine Rolle mehr, denn es ist unübersehbar, wie ein immer größer werdender Teil der Christdemokraten auf die Kanzlerin schaut. Auch die Koalitionäre zweifeln immer heftiger an dem Merkel-Bündnis. In der SPD dürfte sich nach dem Bayern Wahl-Debakel wohl endgültig Endzeitstimmung breitmachen.

All das spiegelte sich in den Bayerischen Landtagswahlen wider. Die Hessen-Wahlen dürften noch einmal bestätigen, was der Ausdruck von etwas Grundsätzlichem ist: Die große Koalition ist im Niedergang, die großen Volksparteien sind im Begriff zu verschwinden. Die SPD hat bisher noch immer kein Rezept dagegen gefunden und begeht in der Angst vor dieser unaufhaltsamen Entwicklung und vor der AfD Fehler um Fehler und hat bis heute mit den Folgen der Agenda 2010 zu kämpfen. Die CDU, der mit der Symbolfigur Merkel für die Flüchtlingskrise immer mehr Wähler davonlaufen, zerfleischt sich selbst über die Frage, ob man mit dieser Parteichefin noch bis 2021 durchhalten will.

Das Wahlergebnis in Bayern wird Merkels Kritikern innerhalb der Partei gewaltig Vorschub leisten. Die parteiinternen Kritiker werden Merkel anlasten, große Mitschuld an dem Wahlergebnis zu tragen – und die Kritiker werden stärker werden. Spätestens nach dem nächsten Wahldebakel in Hessen sollte sich Merkel gut überlegen, ob sie im Dezember nochmal für den CDU-Vorsitz kandidieren will. Die SPD Spitze wird innerhalb der Partei nun noch stärker unter Druck geraten, die große Koalition zu verlassen. Angela Merkel an der Spitze dieser Regierung sowie auch die Konstellation der Großen Koalition haben bereits seit den letzten Bundestagswahlen ausgedient. Ging man zunächst noch von einer zwar wenig innovativen jedoch einigermaßen stabilen Regierung zwischen Union und SPD aus, zeigt sich jetzt, dass diese GroKo unter der Führung von Angela Merkel selbst für ihren Untergang gesorgt hat.

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5 Kommentare zu "Widerwille gegen ein „Weiter so“ wächst in den Parteien"

  1. R. Kalenböck-Karow | 16. Oktober 2018 um 13:24 | Antworten

    Widerwille gegen ein „Weiter so“ wächst in den Parteien ….
    Neun, Frau Merkel wird bleiben, denn „ich habe einen Plan“ Und dieser Plan als Auftrag ihrer Vergangenheit, ist nicht beendet. Ihr Mann ist davon gelaufen, weil er es nicht ertragen oder mittragen wollte. Sie hört erst auf, wenn sie im Amt erschossen wird, oder die BRD und Europa zerstört. Das ist Ihr Auftrag, Ihr Wille wie Ihr Ziel. Entweder trägt man sie mit den Füßen zuerst aus dem Kanzlergebäude, begeht einen Fenstsersturz zu Prag oder hält mit ihr durch – bis Alles in Scherben fällt.!

  2. Harald Schröder | 16. Oktober 2018 um 15:03 | Antworten

    Eine Zahl von der selbst Erich Honecker geträumt hätte.

    Unregelmäßigkeiten bei der Bayern-Wahl: Jetzt auch 110 Prozent Wahlbeteiligung
    Immer mehr Unregelmäßigkeiten bei der Bayern-Wahl werden bekannt. Besonders heftig: Im Spessart soll die Wahlbeteiligung bei 110 Prozent gelegen haben. In Würzburg verschwanden Wahlzettel, so dass sie nicht an die Wahlberechtigten ausgegeben werden konnten. Schon im Vorfeld war herausgekommen, dass Briefwahlunterlagen in Regensburgs abhanden gekommen waren. • Lesen Sie weiter
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    – Deutsche wollen auswandern, haben dazu aber keinen Mut. Der Deutsche Michel redet gerne und guckt lieber Goodbye Deutschland (Vox).
    – Weiterer Schock für die EU-Elite in Brüssel: Nach einer neuen Umfrage glauben zwei Drittel der befragten europäischen Bürger nicht, dass das Leben ohne die Brüsseler Imperialisten schlimm wäre
    https://tagebuch-ht.weebly.com/n.html

  3. „dass diese GroKo unter der Führung von Angela Merkel selbst für ihren Untergang gesorgt hat.“ …und das ist gut so !

  4. Hoffentlich ist die „Ära Merkel“ bald zu Ende !

    Was mit unserem schönen, christlichen Land geschieht, ist kaum noch zu ertragen !!!

  5. Was denn für ein Untergang? Nie im Leben zerbricht die große Koalition. Neuwahlen wären sowohl für die CDU als auch die SPD ein Desaster. In der Überschrift steht, dass der Widerwille angeblich wächst, aber im Text wird nicht ein einziger dieser angeblich Widerwilligen mit irgendeiner Aussage zitiert oder die Behauptung sonst irgendwie belegt. Was mich nicht wundert, denn sie werden einen Teufel tun und die GroKo platzen lassen. Die Überschrift müsste lauten: „Weiter so“ nach Landtagswahl alternativlos!

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