+++ Wieder heftige Proteste gegen Macron – Gewalt eskaliert in Paris +++

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Die in Paris als friedlich gedachte Protestaktion gegen Staatschef Macron ist am Dienstag in gewaltsame Unruhen umgeschlagen. Protestler steckten Mülltonnen in Brand und schlugen Schaufenster ein.

Der Protest gegen Macrons Reformen nimmt kein Ende. Bereits Anfang Mai gingen in Paris 160.000 Menschen auf die Straße, um anlässlich Macrons erstem Jahrestag im Amt gegen seine Reformen zu demonstrieren. Heute protestieren die Franzosen erneut. Sie wollen noch die ganze Woche demonstrieren. Die Proteste konzentrieren sich auf sozialpolitische Themen.

Heute streikten zunächst die Angestellten im öffentlichen Dienst, berichtet Heise Online. Sie wehren sich gegen die Wiedereinführung des sogenannten „Karenztags“, einem unbezahlten Krankheitstag und gegen Personalmangel in Krankenhäusern und Pflege. Durch den geplanten Personalabbau wird sich die Personalnot noch verschärfen, befürchten sie.

Am Samstag will ein Bündnis aus achtzig Organisationen wie Gewerkschaften und Linksparteien protestieren. Seit Anfang April protestieren regelmäßig die Bahnbeschäftigten. Dazu kommen die Proteste von Studenten.

Der größte Widerstand kommt von den Bahnangestellten. Die Streikbeteiligung betrug am 14. Mai 74,4%. Der Protest richtet sich gegen das rigide Sparprogramm des französischen Schienennetzes durch die Regierung. Viele Regionen würden dadurch bald vom Bahnnetz abgeschnitten. Nach den Plänen der Macron-Regierung sollen 9.000 Kilometer Bahnstrecke als „unrentabel“ verschwinden.

Zudem will die Regierung, dass in Paris das öffentlich-rechtlich abgesicherte Arbeitsverhältnis für Bahnangestellte verschwindet. Alle ab 2020 eingestellten Bahnmitarbeiter sollen nur noch privatrechtliche Arbeitsverträge haben. Bislang wurde den „Eisenbahnern“ durch die öffentlich-rechtlichen Verträge eine Jobgarantie gewährt. Diese galten als besondere, historische Errungenschaften der französischen Arbeiterschaft.

Prominente Intellektuelle hatten bereits zu einer Spendensammlung für die Eisenbahner aufgerufen, um Gelder in spontan eingerichtete Solidaritätskassen einzubezahlen. Bis Anfang Mai kamen dabei über eine Million Euro für die Streikenden zusammen.

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