Aufgedeckt: Zahl der Kinder in Armut verdoppelt sich in Merkel-Deutschland

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Laut aktuellen Statistiken wachsen immer mehr Kinder in Deutschland in Hartz-IV-Haushalten auf. Im Dezember 2017 waren über 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 betroffen. Sie leben in Familien, die Hartz-IV beziehen. 2012 waren es 1,8 Millionen Kinder, 2016 bereits 1,99 Millionen Kinder, die in Armut aufwachsen. Der Anteil der armen Kinder in Deutschland betrug Ende vergangenen Jahres rund 15 Prozent. Jetzt liegt der Anteil bei Kindern, die in Armut aufwachsen, bereits bei 21 Prozent.

Am niedrigsten ist die Kindermut in Bayern, die liegt bei gut 7 %. Der Anteil ist in Bremen mit gut 32 % am höchsten. Sofern die Kinder mitgerechnet werden, die lediglich gelegentlich unterhalb der Armutsgrenze leben, wäre jedes dritte Kind betroffen heißt es. Eine der Ursachen liegt in der Schröder-Agenda 2010. Deutschland verzeichnet den größten Niedriglohnsektor im westlichen Europa. Dabei ist der Anteil der Jobs, die als „prekär“ klassifiziert worden, in den vergangenen etwa 20 Jahren mehr als doppelt so groß. Die Armut, heißt dies, ist in der Mittelschicht angekommen, vor allem mit verheerenden Folgen für Kinder.

Denn diese sind meistens vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten. Als Kind in Armut aufzuwachsen bringt viele Schwierigkeiten mit sich: Beengte Wohnbedingungen, kein Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbies oder Urlaub. Geringe Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg. Weitere zehn Prozent leben vorübergehend in Armut. Familien mit Kindern, die mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens auskommen müssen oder Hartz-IV beziehen, gelten als arm.

Von Armut bedroht gelten vor allem Kinder alleinerziehender Eltern, Kinder von wenig qualifizierten Eltern oder Kinder mit mindestens zwei Geschwistern. Als arm werden die Kinder definiert, die zwar eine existenzielle Grundversorgung wie ein Dach über dem Kopf und Nahrung zur Verfügung haben, jedoch auf vieles verzichten müssen, was bei anderen Gleichaltrigen zum normalen Aufwachsen dazugehört. Die betroffenen Kinder sind von vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten ausgeschlossen.

Studien zeigen, dass arme Kinder, die nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, auch in der Schule schlechtere Chancen haben. Das verringert schon im Kindesalter die Chancen, später einmal ein selbstbestimmtes Leben außerhalb von Armut zu führen. Aufgabe der Sozialpolitik wäre es also, die „Vererbung“ von Armut zu durchbrechen. Denn Kinder können selbst nichts tun, um aus der Armut zu entkommen.

Deshalb brauchen Kinder ein vom Staat garantiertes Recht auf eine Existenzsicherung, das ihnen gleiche Chancen wie anderen Kindern ermöglicht. Es bedarf also neuer sozial- und familienpolitischer Initiativen, um Kinderarmut entgegenzuwirken und Kinder gezielt zu unterstützen. D. h. für Kinder müssen neue finanzielle Leistungen geschaffen werden, die vor allem armen Kindern einfach und unbürokratisch helfen. Sie brauchen zudem Zugang zu sozialen sowie Bildungs- und Freizeitangeboten, um in die Gesellschaft eingebunden zu sein.

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