Zensur: Jetzt geht es um Bücher

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 votes, average: 3,50 out of 5)
Loading...
Unbenanntes Design(13)

Die neue Lockdown-Zeit beschert vielen Menschen – leider – ordentlich Zeit. Wer Bücher lesen will, darf sich zunehmend nur noch in einer eingeschränkten Auswahl Lieblingswerke aussuchen. Waren bis dato oftmals nur einige Bücher auf seltsame Weise in Buchhandlungen vor Ort „ausverkauft“, verschwinden immer mehr Bücher von den großen Listen. Dies dürfte ein neuer Akt der Zensur gegen unliebsame Kritik sein. Der Fall ging in den vergangenen Tagen unter. Daher:

„Der Buchhandel stand in Deutschland seit Jahrzehnten dafür, unterschiedliche Werke, die Verlage druckten, zumindest lieferbar und damit verfügbar zu machen – sofern sie rechtlich ausgeliefert werden durften. Die Zeit scheint in Zeiten der Politischen Korrektheit nun vorbei zu sein. Der Buchhandel diskutiert darüber, unliebsame Verlage (davon gibt es einige) unabhängig vom Titel seiner Werke und zudem Einzelwerke nun einfach aus dem Programm zu nehmen – auch Online. Das Projekt nennt sich „Auslisten“.

Meinungsfreiheit vs. Wirtschaftsfreiheit – hier geht es um Sie

Nun hat der Handel ganz sicher allgemein das Recht, über sein Sortiment alleine verfügen zu dürfen. Nur im Staatssozialismus wären Anordnungen von oben möglich. Und  umgekehrt sollte der Souverän, das kaufende und lesende Volk, wissen, was der Buchhandel, der Teil einer Aufklärungskultur sein soll(te), so plant.

Im „Börsenblatt“ wurde ein Beitrag deutlich: „Trotzdem will nicht jede Buchhandlung Titel von aggressiven Verschwörungstheoretikern oder neurechten Verlagen verkaufen. Individuelle Sperroptionen sollen jetzt für mehr Gestaltungsspielraum im Onlinesortiment sorgen.“

Einen ähnlichen Ton schlägt der Sprecher einer „IG Meinungsfreiheit“ (ein erstaunlicher Name) an. „Es leuchtet ein, dass alles andere auch eine Umkehrung der Meinungsfreiheit wäre.“

Um es auf den Punkt zu bringen: Hier geht es nicht um die „Meinung“ einzelner Händler, die ihnen  unbenommen sei. Es geht um die Funktionsfähigkeit des Meinungsmarktes – wenn ganze Verteilungswege für (juristisch nicht zu verfolgende) „Meinungen“ in Form von Büchern versperrt werden. Hier sollen und dürfen sich ja erst die Kunden die Meinung bilden. Grossisten wie „Libri“ möchte nun offenbar für 700 Webshops einen Sperrliste für bestimmte Artikelnummern anbieten. Sie können diese Artikel dann in diesen Online-Buchhandlungen nicht mehr kaufen. Weil „Libri“ offenbar der „Meinung“ ist, diese Bücher dürften nicht verkauft werden.

„KNV“, ein noch größerer Händler, ist jetzt schon bereit, seinen etwa 1.300 „Partnerbuchhandlungen“ die Möglichkeit einzuräumen, ganze Verlage aus dem Angebot zu nehmen. Eine anti-freiheitliche Zensur, oder?

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

5 Kommentare zu "Zensur: Jetzt geht es um Bücher"

  1. Apropos : Texte über das Zentralbanksystem auch bald weg?

    Sektenmitglied : „Du sollst nicht denken!“

    Bekennender Christ : „Warum denn nicht?“

    Sektenmitglied : „Dafür hat Gott das Gehirn nicht gemacht!“

    Bekennender Christ : „Und wofür hat Gott uns das Gehirn gegeben?“

    Sektenmitglied : „Bestimmt nicht dafür, daß Du über unser Zentralbanksystem nachdenkst.“

    Bekennender Christ : „Sondern wofür hat Gott uns das Gehirn gegeben?“

    Sektenmitglied : „Du sollst das Denken einstellen, die Bibel lesen und gehorchen, das sieht Gott gerne!“

    Bekennender Christ denkt über die Welt nach
    https://aufgewachter.wordpress.com/2018/05/30/bekennender-christ-denkt-ueber-die-welt-nach/

  2. Apropos : Bibel auch bald weg?

    In der Bibel steht etwas über unsere Regierungen drin / Demnach geht es ihnen an den Kragen
    https://aufgewachter.wordpress.com/2015/03/26/in-der-bibel-steht-etwas-uber-unsere-regierungen-drin-demnach-geht-es-ihnen-an-den-kragen/

  3. Als Nächstes kommt die Bücherverbrennung, wurde ja schon mal mit Erfolg durchgeführt …

  4. Wen wundert es? In Zeiten als Bücher noch auf Papier gedruckt wurden, wurden komplette Ausgaben von zwielichtigen Aufkäufern komplett aufgekauft, um zu verhindern, dass die Öffentlichkeit Zugang zu diesen Werken hat. Diese vergammeln jetzt in irgendwelchen Kellern.

    Es gibt aber zum Glück in der Zeit des eBooks Autoren die ihre Bücher kostenlos zum Download stellen.
    Z.b. auf sogenannten torrent Netzwerken. Meiner Meinung nach sollte jeder lesen können was er möchte. Aber er darf es nicht, soviel zum Thema Meinungsfreiheit Pressefreiheit etc.

    Es ist nur noch eine einseitige Berichterstattung erwünscht und erlaubt. Alles andere wird als Volksverhetzung deklariert oder eben aus online Buchhandlungen herausgestrichen.

    Sogar bei Kinderbüchern gibt es Zensur schon direkt in der Kita.

    Solange das gut erzogene deutsche Schaf immer schön mit der Herde määäähh macht, und sich nicht wehrt, wird sich daran auch nichts ändern.

  5. …und Bücher von Wolfgang Wiedergut gibt es auch nicht mehr

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*